2G-Plus-Pläne der Regierung

„Katastrophe“ für unsere Wirte!

07.01.2022
Lesedauer: 2 Minuten
Bund und Länder wollen 2G-Plus in der Gastronomie - Foto: LUKAS BARTH/REUTERS

Bund und Länder wollen wegen der Omikron-Variante die „2G-plus-Regel“ für Restaurants und Kneipen bei der Ministerpräsidentenkonferenz am Freitag auf ganz Deutschland ausweiten – hieße: Zutritt nur mit vollständiger Impfung UND aktuellem Test.

Begründung im MPK-Beschlussentwurf: „An diesen Orten können Masken nicht dauerhaft getragen werden, sodass sich die Virus-Variante dort besonders leicht überträgt.“

Würde 2G-plus wirklich kommen, wäre das „eine Katastrophe für Cafés, Kneipen, Bars und Restaurants“, sagt Ingrid Hartges, die Chefin des Deutschen Hotel- und Gaststättenverbandes (Dehoga) zu BILD.

Erst im Dezember hatte die Branche wegen abgesagter Weihnachtsfeiern und zusätzlicher Kontaktbeschränkungen Umsatzverluste von rund 50 Prozent zu verbuchen, wie eine Branchenumfrage ergab.

„Schon jetzt fürchten mehr als die Hälfte unserer Betriebe erneut um ihre Existenz“, so Hartges weiter. Und da seien weitere Umsatzverluste durch fehlende Laufkundschaft wegen einer 2G-plus-Regel noch nicht berücksichtigt.

Die Dehoga-Chefin wittert gar Kalkül der Regierung!

Eine hohe Booster-Quote wünsche sich jeder, auch in der Gastro-Branche, so Hartges, aber Wirte dürften nicht die Leidtragenden sein, wenn die Regierung „offenbar Anreize für die dritte Impfung“ schaffen wolle.

DENN: Laut Beschlussentwurf sollen Geboosterte von der zusätzlichen Testpflicht ausgenommen werden. Sie müssen keinen aktuellen Test vorlegen. Ein Anreiz, sich mit der dritten Impfung weniger Stress im Alltag zu er-piksen.

Ingrid Hartges, Chefin des Deutschen Hotel- und Gaststättenverbandes (Dehoga)
Ingrid Hartges, Chefin des Deutschen Hotel- und Gaststättenverbandes (Dehoga)Foto: © Peter Müller BILD

Zudem sei „fragwürdig, auf welcher rechtlichen Grundlage dieser Eingriff steht, wenn weder Inzidenz noch Hospitalisierung eine Rolle spielen“, so Hartges weiter.

Die Dehoga-Chefin forderte „existenzsichernde Hilfen“ und den Ausbau von Impf- und Testkapazitäten, „damit diese zermürbende Situation schnellstmöglich beendet wird“.

Auch in der CDU sorgen die 2G-plus-Pläne der Regierung für Unverständnis: „In von der SPD regierten Städten wie Hamburg gibt es nicht mal ausreichend Booster-Angebote für die Menschen! So macht Olaf Scholz unsere Gastronomen kaputt! Wir werden das als CDU nicht akzeptieren“, sagte Christoph Ploß (36), Mitglied im Parteivorstand, zu BILD.

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