Integration gescheitert

Überwiegend judenfeindlich: Deutschland sitzt auf einem Pulverfass, im Islam liegt der Ursprung

17.05.2021
Lesedauer: 4 Minuten
Demonstranten auf einer Anti-Israel-Demo in Berlin. AP

Deutsche Muslime sind größtenteils judenfeindlich und Jugendliche mit Migrationshintergrund überdurchschnittlich gewaltbereit: Das sind die Ergebnisse von Studien, die seit Jahren bekannt sind. Antisemitismus ist im Islam tief verwurzelt und radikalisiert sich. Das ist Sprengstoff für unsere Gesellschaft.

Es ist lange bekannt – auch der Bundesregierung: Die muslimische Bevölkerung in Deutschland und Europa ist zum Großteil antisemitisch. Fast die Hälfte der europäischen Muslime ist laut einer Studie des Wissenschaftszentrum Berlin für Sozialforschung (WZB) von 2013 der Ansicht, dass man Juden nicht trauen könne. Zum Vergleich nur weniger als zehn Prozent der Christen glauben dies.

Hier gibt es laut Studie zwischen der ersten und zweiten Generation der Muslime in Deutschland, Frankreich oder Großbritannien kaum Unterschiede in den Ansichten. Religiöser Fundamentalismus, Antisemitismus und Bigotterie sind weit verbreitet und tief verwurzelt.

Kein Wunder, dass 52 Prozent der Deutschen laut einer Studie der Bertelsmann-Stiftung von 2019 den Islam als bedrohlich empfinden. Befragt wurden auch muslimische Deutsche.

Die jüdische Bevölkerung erlebt die Feindseligkeit der Muslime hautnah. In einer Studie des Instituts für Interdisziplinäre Konflikt- und Gewaltforschung aus Bielefeld von 2017 gaben 81 Prozent der befragten Juden in Deutschland an, schon einmal von Moslems angegriffen worden zu sein, 61 Prozent hatten verbale Beleidigungen oder Belästigungen erlebt.

Die Ursachen liegen im Islam begründet: In der islamischen Welt sind 53 Prozent der Länder autoritär regiert, nur vier Prozent demokratisch, schreibt WZB-Wissenschaftler Ruud Koopmans. Immer mehr Muslime fliehen vor Diktatur und Unfreiheit, Terror und Krieg, Armut und Arbeitslosigkeit. Doch die teils mittelalterlichen Vorstellungen von Toleranz, Frauen- und Menschenrechten können die muslimischen Migranten im Westen weder über Nacht ablegen noch nach Jahrzehnten.

Antisemitismus stiftet für Muslime Identität und ist charakteristisch für den Islam

Der Berliner Historiker und Soziologe Günther Jikeli hat 2018 eine der wenigen systematisch angelegten Studien zum Antisemitismus unter Muslimen in Europa vorgelegt. Er führte Interviews mit jungen muslimischen Männern unterschiedlicher ethnischer Hintergründe in London, Berlin und Paris. In diesen Gesprächen stellte er unterschiedliche Formen des Antisemitismus fest: „klassischen Antisemitismus“, etwa Stereotype, dass Juden reich seien, Formen des israelbezogenen Antisemitismus und einen Antisemitismus, der vollkommen auf Rechtfertigungen verzichtet. Für Jikeli liegt der Antisemitismus „in der Interpretation der muslimischen Identität“: Feindschaft gegen Juden gehört also zum Islam, zum Muslim-Sein dazu. Antisemitismus ist nicht die Ausnahme, sondern die Regel bei Muslimen, Judenhass bildet häufig die Norm, so Jikelis Fazit.

Für den Hamburger Politologen Matthias Küntzel gehört die Demütigung der als schwach und verachtenswert wahrgenommenen Juden zum Islam als charakteristisch dazu: „Als arabische Jugendliche in Berlin im Sommer 2014 die Parole: ‚Jude, Jude, feiges Schwein, komm heraus und kämpf allein‘ skandierten, wurde diese Abwertung sinnfällig. Als im April 2018 ein Araber in Berlin zu seinem Gürtel griff, um damit einen Kippa-Träger auszupeitschen, nutzte auch er eine archaische Sprache, die mehr ausdrückt als nur Gewalttätigkeit: Ähnlich wie das Bespucken oder Ohrfeigen dient der Gürtelschlag dazu, den anderen herabzusetzen – die Demütigung war hier wichtiger als die physische Verletzung.“

Als eine Ursache für die weite Verbreitung von Antisemitismus in muslimischen Milieus in Europa sehen Wissenschaftler den Einfluss arabischer, iranischer und türkischer Medien. Hier werde Antisemitismus häufig ganz offen geäußert, schreibt das Institut für Demokratie und Zivilgesellschaft (IDZ) aus Jena: „Dazu kommt der Einfluss von islamistischen Organisationen, die aus dem Ausland bezahlt werden, auf Moscheevereine und Imame in Deutschland.“ Physische Angriffe auf Juden und die Schändung und Zerstörung von Synagogen werde demnach hauptsächlich von jungen muslimischen Tätern, meist arabischer Abstammung verübt, berichtet das IDZ. Muslimische Täter sind auch für zahlreiche antisemitische Morde der letzten Jahre in Europa verantwortlich: Etwa für den Angriff auf eine jüdische Schule in Toulouse 2012, bei der ein Lehrer und drei Kinder erschossen wurden, für den Anschlag auf das jüdische Museum in Brüssel im Jahr 2014, bei dem vier Menschen getötet wurden, für das Attentat auf einen jüdischen Supermarkt bei Paris 2015 mit vier Toten, für den Angriff auf eine Synagoge in Kopenhagen im Jahr 2015 mit zwei Toten.

Interessant: Im Kuratorium des IDZ sitzt auch der Zentralrat der Muslime in Deutschland.

Quelle: Von Matthias Hochstätter

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