Kampf gegen Omikron

Israel weitet vierte Coronaimpfungen aus

03.01.2022
Lesedauer: 2 Minuten
Frau in Israel bei Impfung (Archivbild) Foto: Oded Balilty / dpa

Menschen mit Immunschwäche erhalten in Israel bereits den zweiten Booster – nun wird dies auf einen noch weitaus größeren Personenkreis ausgeweitet. Das soll die Ausbreitung von Omikron bremsen.

Derzeit testet Israel die Wirkung einer vierten Coronaimpfung noch, doch schon jetzt soll ein beträchtlicher Teil der Bevölkerung so im Kampf gegen die Omikron-Variante geschützt werden. Das Land will nun auch über 60-Jährige und medizinisches Personal zum vierten Mal gegen das Coronavirus impfen.

Der israelische Ministerpräsident Naftali Bennett sagte am Sonntagabend vor Journalisten, das Gesundheitsministerium habe diesen Schritt gebilligt. Es folgte damit der Empfehlung eines Expertengremiums angesichts der rasanten Ausbreitung von Omikron.

Am Freitag hatten in Israel zunächst die Viertimpfungen für Menschen mit Immunschwäche begonnen. Auch in Pflegeeinrichtungen für Senioren war der zweite Booster bereits erlaubt worden.

Das Schiba-Krankenhaus bei Tel Aviv hatte vor einer Woche eine Studie zur vierten Impfung gegen das Coronavirus mit dem Impfstoff von Pfizer /Biontech begonnen. Die Klinik teilte am Sonntag Zwischenergebnisse mit: Die Nebenwirkungen seien ähnlich wie nach der dritten Dosis. In den kommenden Tagen wolle man auch darüber informieren, inwieweit die Antikörper nach der vierten Dosis wieder ansteigen.

Impfquote im Land ist überschaubar

Israel hat die vierte Coronawelle bereits hinter sich, zuletzt sind die Infektionszahlen jedoch wieder massiv gestiegen. Gegenwärtig liegen die Zahlen durchschnittlich bei 5000 Neuinfektionen am Tag. Bennett sagte, man rechne angesichts der Omikron-Welle damit, dass sie bis Ende der Woche die 20.000 überschreiten. Einen weiteren Lockdown lehnt er ab. »Unser Hauptziel ist immer noch, eine funktionierende Wirtschaft zu haben, während wir die Schwächsten schützen.«

Nur rund 60 Prozent der 9,4 Millionen Israelis gelten noch als vollständig geimpft. Dies sind zweifach Geimpfte bis zu sechs Monate nach der Zweitimpfung und Menschen mit Boosterimpfung. 31 Prozent der Bevölkerung sind gar nicht geimpft, bei neun Prozent ist die Gültigkeit der Impfung schon abgelaufen. 

jok/dpa

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