In ersten Gemeinden ist das Wasser schon knapp. Das Grundwasser sinkt, Wald- und Flächenbrände nähmen zu, warnt das BBK und appelliert an Eigenverantwortung der Bürger.
Der Präsident des Bundesamtes für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) hat angesichts des Klimawandels vor Trinkwasserknappheit in Deutschland gewarnt. „Es gibt schon die eine oder andere Gemeinde, die mit dem Problem Trinkwasserknappheit konfrontiert ist“, sagte Armin Schuster dem RedaktionsNetzwerk Deutschland.
„Wir befürchten, dass das Problem noch zunimmt“, sagte Schuster weiter und verwies auf den sinkenden Grundwasserspiegel und die „Konkurrenz zur Landwirtschaft“. Darauf müssten sich nicht nur die Bürgerinnen und Bürger, sondern auch die Kommunen einstellen.
Mindestens ebenso groß wie das Risiko Wasserknappheit sei angesichts des Klimawandels die Gefahr von Wald- und Vegetationsbränden und extremen Wetterwechseln, sagte Schuster weiter. „Auch darauf stellen wir uns ein.“
Schuster verwies auch auf die Förderprogramme des BBK. Demnach stelle man fast 60 Millionen Euro für die Sanierung von Trinkwassernotbrunnen, für Verbundleitungen und die Notstromversorgung der Wasserversorger bereit.
Der BBK-Präsident appellierte aber auch an die Eigenverantwortung der Menschen: „Ich will keinen Alarm schlagen, dazu ist es noch zu früh. Aber ein ressourcenschonender, nachhaltiger Umgang mit Wasser sowie eine erhöhte Selbstschutz- und Selbsthilfefähigkeit in der Bevölkerung bei extremen Wetterlagen ist bereits heute sehr angezeigt.“
Sein Amt denke zudem schon jetzt darüber nach, „was passiert, wenn die Folgen des Klimawandels nicht früh genug gestoppt werden können“, sagte Schuster. Dabei könne der Staat allein aber „niemals so gut vorsorgen, wie es alle Bürgerinnen und Bürger zusammen können“.



