Der ehemalige RBB-Chefredakteur Singelnstein kassierte 35.000 Euro Geheim-Bonus vom Sender

17.09.2023
Lesedauer: 2 Minuten
Der ehemalige Chefredakteur des rbb, Christoph Singelnstein. Bildquelle: Bernd Settnik, dpa

Der ehemalige RBB-Chefredakteur Christoph Singelnstein gestand im RBB-Untersuchungs-Ausschuss des Landtags Brandenburg, dass er hohe Boni kassierte, von denen seine Mitarbeiter nichts wussten. Die „BZ“ berichtete darüber zuerst.

Unter der früheren Intendantin Dagmar Reim habe es „eine gewisse Willkürlichkeit“ bei den Sonderzulagen gegeben, sagte Singelnstein.

Laut „BZ“ bekam Singlenstein im Jahr 2020 einen Bonus von 35.000 Euro neben seinem jährlichen Salär von 171.000 Euro.

Der ehemalige RBB-Chefredakteur Christoph Singelnstein kassierte offenbar jahrelang üppige Bonuszahlungen, ohne dass Mitarbeiter des Senders etwas davon mitbekommen haben, berichtet die „BZ“. Das gestand Singelnstein vor dem RBB-Untersuchungs-Ausschuss des Landtags Brandenburg. Demnach hatte Singelnstein immer einen außertariflichen Vertrag mit leistungsbezogener Vergütung.

„Manche Mitarbeiter kannten die Ziele, die ich dafür erreichen musste – aber von den Bonuszahlungen wussten sie nichts“, sagte der Ex-Chefredakteur vor den Abgeordneten. Unter der früheren Intendantin Dagmar Reim habe es „eine gewisse Willkürlichkeit“ bei den Sonderzulagen gegeben. Singelnstein: „Daran gab es Kritik, aber nicht an der Höhe der Zahlungen.“ Trotzdem erarbeitete der Chefredakteur mit der Unternehmensberatung Kienbaum ein neues Bonus-System – mit noch höheren Extra-Zahlungen, berichtet die „BZ“.

Für das Jahr 2020 kassierte Singelnstein offenbar 35.000 Euro, neben seinem festen Salär von 171.000 Euro pro Jahr. Damit verdiente er 206.000 Euro in dem Jahr und war damit fast auf Intendantenniveau. RBB-Intendantin Ulrike Demmer verdient 220.000 Euro. 2021 musste Singelnstein vorzeitig in Pension. Doch mit einem geheimen Beratervertrag und „Ruhegeld“ bekam er weiter rund 180.000 Euro pro Jahr vom RBB – dazu die staatliche Rente. Als das 2022 aufflog, kündigte Schlesingers Nachfolgerin Katrin Vernau den Vertrag.

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