Ulrike Demmer rutscht mit 220.000 Euro ans Ende der Gehaltstabelle der ARD-Intendanten.
Die neue RBB-Intendantin Ulrike Demmer wird 220.000 Euro im Jahr verdienen. Das hat sie mit dem Verwaltungsrat des Senders ausgehandelt, vorneweg war ein Korridor zwischen 180.000 Euro und 230.000 Euro genannt worden. So gesehen hat Demmer entweder hart verhandelt oder das Aufsichtsgremium wollte den Abstand zur ausgeschiedenen Interimsintendantin Katrin Vernau nicht bis zur Schmerzgrenze anschwellen lassen.
Vernau verdiente 295.000 Euro plus Mietzuschuss, immerhin noch weniger als Sonnenkönigin Patricia Schlesinger, die deutlich über 300.000 Euro kam. Ulrike Demmer ist noch mal davonkommen. Noch greift nämlich nicht der neue Staatsvertrag für den Rundfunk Berlin-Brandenburg (RBB). Danach soll die Senderspitze nach B11 besoldet werden, also auf dem Niveau von Ministern in Brandenburg und Senatoren in Berlin. Ohne Zulagen und weiteren Zubroten bedeutet B11 rund 180.000 Euro.

Diesen Katalog wünscht sich nicht nur Heike Raab. Bislang gab es in der ARD nur die Richtgröße, dass von der größten Anstalt abwärts – WDR-Intendant Tom Buhrow trägt inklusive Zulagen 433.000 Euro nach Hause – in den Sendern entlohnt wird. Der RBB als Mittelfeldsender bezahlte seinen Intendantinnen (Intendanten gab es noch keine in der RBB-Geschichte, noch so ein Thema!) Mittelfeldgehälter.
Das ist vorbei. Ulrike Demmer liegt jetzt am Schluss der ARD-Gehaltstabelle. Gerecht oder ungerecht? Wirklich schwer zu entscheiden. Seit dem Beginn der RBB-Krise kursierte immer wieder die Forderung, dass ein öffentlich-rechtlicher Senderchef keinesfalls mehr als ein Ministerpräsident oder als der Bundeskanzler verdienen darf. Der RBB hat das geschafft. Nach welchen Kriterien werden eigentlich Dietmar Woidke und Olaf Scholz bezahlt?




