Nach Attentat

Secret Service rät Trump offenbar von Events im Freien ab

24.07.2024
Lesedauer: 2 Minuten
Trump-Anhänger warten am 13. Juli in Butler auf die Ankunft des Republikaners Foto: Gene J. Puskar / AP

Das Wahlkampfteam von Donald Trump steht nach dem Attentat vor großen Herausforderungen. Einem Bericht zufolge empfiehlt der Secret Service, keine großen Kundgebungen mehr unter freiem Himmel abzuhalten.

Der Secret Service empfiehlt dem Wahlkampfteam von Donald Trump, keine großen Kundgebungen mehr im Freien abzuhalten: Das berichtet die »Washington Post«  und beruft sich dabei auf mehrere Personen, die namentlich nicht genannt werden, die aber mit dem Vorgang vertraut sein sollen. Nach dem Attentat auf Trump habe der Secret Service dem Team des republikanischen Präsidentschaftskandidaten Bedenken hinsichtlich großer Veranstaltungen unter freiem Himmel mitgeteilt, heißt es.

Für die kommenden Wahlkampftermine suche Trumps Team nach Veranstaltungsorten in Innenräumen, in die Tausende von Menschen passten, also zum Beispiel Sportarenen. Nach Angaben der Zeitung wollten weder der Secret Service noch Trumps Wahlkampfteam eine Stellungnahme zu dem Bericht abgeben. Der Secret Service ist in den USA für den Schutz ranghoher Politikerinnen und Politiker zuständig, darunter amtierende und frühere Präsidenten.

Ein Schütze hatte vor gut einer Woche bei einer Wahlkampfveranstaltung unter freiem Himmel in der Stadt Butler das Feuer eröffnet und auf Trump geschossen. Der Politiker wurde am Ohr verletzt. Ein Zuschauer wurde getötet, zwei weitere wurden schwer verletzt.

Der Täter wurde von Sicherheitskräften getötet. In den vergangenen Tagen hatte es heftige Kritik an der Vorgehensweise des Secret Service gegeben, weil der Schütze trotz aller Sicherheitsmaßnahmen auf ein Dach mit direkter Sicht zur Bühne gelangen konnte.

Am Dienstag zog die Chefin des Secret Service, Kimberly Cheatle, schließlich Konsequenzen und trat zurück. Angesichts der jüngsten Ereignisse habe sie »schweren Herzens diese schwierige Entscheidung« getroffen, schrieb sie in einer Stellungnahme. Der Secret Service sei am Tag des Attentats seiner Aufgabe nicht gerecht geworden.

US-Präsident Joe Biden kündigte an, dass die Untersuchung zu den Hintergründen des Attentats auf Trump weitergehe. Und dass er »bald« eine neue Chefin oder einen neuen Chef des Secret Service ernennen werde. 

aar/dpa

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