Österreich

Flüchtiger Afghane verhöhnt Justiz mit Drogen-Posting

14.11.2023
Lesedauer: 2 Minuten
Ein österreichischer Polizeihubschrauber im Einsatz: bisher konnte die Justiz den flüchtigen Afghanen nicht festsetzen Foto: picture alliance / Sportfoto Zink / Wolfgang Zink | Sportfoto Zink / Wolfgang Zink

Skandal in Österreich: In der Alpenrepublik flüchtet ein 16jähriger Afghane und verhöhnt die Justiz in den sozialen Netzwerken. Die FPÖ fordert politische Konsequenzen.

WIENER NEUSTADT. Ein in Wiener Neustadt entlaufener Häftling hat in den sozialen Medien Fotos von sich beim Konsum von Cannabis verbreitet. Der 16jährige Afghane sollte am Montag zu einer Routineuntersuchung von der Jugendstrafanstalt Gerasdorf in ein Krankenhaus in Wiener Neustadt gebracht werden, ist aber auf dem Weg ausgebrochen.

Zwei Justizbeamten war es nicht gelungen, den mit Handschellen gefesselten Jugendlichen einzufangen. Auch der Einsatz von Hubschraubern zur Fahndung hat nicht zu seiner Feststellung geführt. Der Verdächtige wäre in zwei Monaten aus der Haft entlassen worden.

FPÖ-Landeschef fordert Rücktritt von Justizministerin

Der flüchtige Afghane verhöhnt auf seinem Instagram-Account die Justiz.
Der flüchtige Afghane verhöhnt auf seinem Instagram-Account die Justiz Screenshot: meinbezirk.at

Nun hat der Flüchtige offenbar auf seinem Instagram-Konto Fotos veröffentlicht, die ihn beim Konsum von Cannabis zeigen. Dabei sind auf einem Bild noch die Handschellen zu sehen – „Smileys“, die den Polizisten den Mittelfinger zeigen.

Der niederösterreichische FPÖ-Landesgeneralsekretär Michael Schnedlitz zeigte sich empört über den Vorfall. Sollten die Bilder tatsächlich den Gesuchten zeigen, müßten Niederösterreichs Innenminister Gerhard Karner (ÖVP) und Bundesjustizministerin Alma Zadić (Grüne) zurücktreten. „Die Unfähigkeit von ÖVP und Grünen“ sei „nur noch erbärmlich und ein Sicherheitsrisiko für die Bevölkerung“. (st)

Das könnte Sie auch interessieren

Für Energiekonzern
01.12.2024
EU-Plan gescheitert
29.11.2024
ARD-Show "Die 100"
26.11.2024
Abstimmung über neue EU-Kommission
27.11.2024

Kommentare

Schreiben Sie einen Kommentar

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

achtzehn − 4 =

Weitere Artikel aus der gleichen Rubrik

Für Energiekonzern
01.12.2024
EU-Plan gescheitert
29.11.2024

Neueste Kommentare

Trends

Alle Kategorien

Kategorien