Es ist ein Verdacht, der die Welt erschaudern lässt.
Wussten Fotografen, die für renommierte Nachrichtenagenturen wie AP und Reuters sowie als freie Mitarbeiter für die „New York Times“ und den Nachrichtensender CNN arbeiten, VORAB von dem Massaker-Plan der Hamas, bei dem am 7. Oktober 1400 Israelis ermordet wurden? Wie eng sind die Verbindungen dieser Mitarbeiter zur Hamas?
Und: Hatten die „Reporter“ Hinweise der Hamas-Terroristen? Gab es sogar Mitwisser in den Zentralen der Nachrichtenagenturen (AP, Reuters etc.)?
Ein Report über mögliche Verbindungen und Absprachen zwischen Hamas und Agentur-Fotografen listet etliche Ungereimtheiten auf. Er stammt von „ Honest Reporting“. Das ist eine Nichtregierungsorganisation, die – laut Selbstdefinition – „die Medien auf Voreingenommenheit gegenüber Israel überwacht“.
Foto: Hassan Eslaiah/AP
„Journalistische Grenzen überschritten“
Der Report stellt die brisante Frage: Warum waren Fotografen direkt zum Beginn des Überfalls der Hamas dabei?
„Was taten sie dort so früh an einem normalerweise ruhigen Samstagmorgen?“, heißt es im Report. Und: „Es scheint, als sei die Grenze nicht nur physisch, sondern auch journalistisch überschritten worden.“
Dann werden Beispiele genannt:
- Der Fotograf Ali Mahmud. Er habe den Pick-up mit der ermordeten Deutschen Shani Louk (†22) fotografiert. Die junge Frau wurde in den Gazastreifen verschleppt,wenige Stunden nach Beginn des Überfalls. Der Vorwurf: Er und ein anderer Fotograf (Hatem Ali) seien „in Position gebracht worden, um Bilder von den grausamen Entführungen von Israelis in den Gazastreifen zu machen“. Die Fotos gingen um die Welt, Beweise für gezielte Tipps von der Hamas nennt die NGO jedoch nicht.
Foto: Ali Mahmud/AP
- Der Fotograf Hassan Eslaiah. Seine Fotos wurden u.a. von AP und CNN verbreitet.Aber: Eslaiah steht offenbar in engstem Kontakt mit Hamas, ist auf einem Foto mit dem Top-Terroristen Yahya Sinwar („Bin-Laden“ der Hamas) zu sehen. Das Foto zeigt beide Arm in Arm, der Terrorist küsst den Fotografen.
Foto: x
Hassan Eslaiah war am 7. Oktober auf israelischem Staatsgebiet. Er dokumentierte u.a. das Eindringen von Palästinensern in den Kibbuz Kfar Azza, wo mehr als 100 Menschen ermordet wurden, darunter ganze Familien.
Foto: AP
- Auf einem anderen Foto, das inzwischen gelöscht wurde, posiert Eslaiah am Tag des Überfalls vor einem brennenden israelischen Panzer. Er trägt dabei weder eine Presseweste noch einen Helm.
- Die Nachrichtenagentur Reuters. Sie soll ein Foto veröffentlicht haben, das einen Lynch-Mob beim Foltern des Fahrers eines israelischen Panzers zeigt. Der Report fragt: Wurde für dieses Foto etwa Geld gezahlt?
Scharfe Vorwürfe aus Israel
Vor allem in Israel sorgt der Report für Wut und Empörung! Ministerpräsident Benjamin Netanjahu ließ erklären: „Diese Journalisten waren Komplizen bei Verbrechen gegen die Menschlichkeit; ihr Handeln verstieß gegen die Berufsethik.“
Israels Ex-Verteidigungsminister Benny Gantz (aktuell im Kriegskabinett) auf X: „Journalisten, die von dem Massaker wussten und dennoch tatenlos zusahen, wie Kinder abgeschlachtet wurden, unterscheiden sich nicht von Terroristen und sollten als solche behandelt werden.“
Wie reagieren die Agenturen auf die Vorwürfe?
Wer wusste wann was? Warum wurden bestimmte Fotos verbreitet, falls es Zweifel an der Integrität der Quellen gab? Auf BILD-Anfrage antwortete die Agentur Reuters:


BILD hatte erst vor Kurzem berichtet, dass die Reporter vieler Agenturen in Gaza nicht unabhängig sind.
Daraufhin hatte die Agentur Reuters eine empörte E-Mail an BILD geschrieben. Die eigene Berichterstattung sei im Einklang mit den Prinzipien „Unabhängigkeit, Integrität und Freiheit“ entstanden.
Nun gibt es neue Fragen!



