Aktion in den sozialen Medien

Wokeness-Kritiker kontern „Pride Month“ mit „Stolzmonat“

01.06.2023
Lesedauer: 2 Minuten
Deutschlandflagge: Schwarz-Rot-Gold ist bunt genug, finden Kritiker des sogenannten Pride Months Foto: picture alliance / Flashpic | Jens Krick

Deutschlandflagge statt Regenbogen: Der als Reaktion auf den „Pride Month“ ins Leben gerufene „Stolzmonat“ stürmt die Twitter-Trends. Die SPD versucht dagegenzuhalten — erfolglos.

BERLIN. Der Hashtag „Stolzmonat“ hat in den sozialen Medien für großen Wirbel gesorgt. Auf Twitter entbrennt aktuell ein regelrechter Kulturkampf um den Monat Juni.

Eigentlich feiern Unterstützer der Vielfalts-Ideologie zu dieser Zeit jährlich den „Pride Month“. Er dient als Solidaritätsbekundung mit Schwulen, Lesben, Transgendern und anderen sexuellen oder geschlechtlichen Minderheiten und soll diese zelebrieren. Viele Unternehmen ändern für den Anlaß jedes Jahr ihr Firmen-Logo in Regenbogenfarben oder bringen entsprechende, limitierte Produktlinien auf den Markt.

Kritiker des „Pride Months“ aus Deutschland haben diesmal eine Gegenkampagne vorbereitet. Jeder, der lieber Deutschland statt die „LGBTQ-Community“ feiern möchte, kann seinen Nationalstolz durch ein mit Schwarz-Rot-Gold unterlegtes Profilbild zum Ausdruck bringen. Zudem gilt es, den Hashtag „Stolzmonat“ zu verwenden.

AfD-Nachwuchs: Schwarz-Rot-Gold ist bunt genug

Besonders Mitglieder und Unterstützer der AfD beteiligen sich derzeit an der Aktion. So fügte die Bundespartei ihrem Twitter-Profilbild etwa die deutsche Flagge hinzu. „Die Ampel feiert in ihrer absurden Parallelwelt nicht nur den #PrideMonth, sondern gleich das #PrideYear, während sie die echten und von ihr selbst geschaffenen Probleme der Menschen im Land vollständig ignoriert“, unterstrich sie. Die Bundestagsfraktion zog wenig später nach.

Besonders vorangetrieben hatte den „Stolzmonat“ die AfD-Nachwuchsorganisation Junge Alternative (JA). „Schwarz-Rot-Gold ist bunt genug“, stellten etwa die JA in Baden-Württemberg und die JA-Sachsen auf Twitter klar.

SPD hat keine Lust auf den „Stolzmonat“

Der Hashtag wurde mittlerweile so häufig verwendet, daß er auf der Plattform die Trends in Deutschland stürmte und zeitweise auf Platz eins rangierte. Die SPD scheint das zu ärgern. „Wir lassen uns den #PrideMonth nicht vermiesen. Happy Pride to everyone!“, schrieb der Parteivorstand und ergänzte den Beitrag mit der Regenbogen- sowie der Transgenderflagge.

Zudem teilten die Sozialdemokraten ein sogenanntes Meme, um ihrer Abneigung gegen den „Stolzmonat“ Ausdruck zu verleihen. Da hatten sie Rechnung ohne dessen Anhänger gemacht. Die kaperten kurzerhand das Bild und vertauschten die Texte, so daß es nun ihrem Sinne entspricht. Dafür bekamen sie mehr Daumen nach oben als die SPD. (zit)

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