Zwei Prozent der Landesfläche Deutschlands sollen für die Stromerzeugung mit Windkraft genutzt werden. In der Uckermark zeigt sich, was das für Bürger auf dem Land bedeutet. Im Dorf Blankenburg ist das Ziel erreicht. Trotzdem soll weitergebaut werden. Die Bürger fühlen sich betrogen.
Der Windpark „Hohengüstow“ bei Blankenburg, in dem schon jetzt 19 Anlagen stehen, soll sich nach den Plänen von Land und Kommune u-förmig weiter um den Ort und seinen See ziehen. Statt zwei wären dann elf Prozent der Gemeindefläche mit Windkraft belegt. Und einige Anlagen sind darin noch gar nicht eingerechnet.
Die meisten Bürger in Blankenburg lehnen die Pläne ab. „Windwahn? Nein danke!“ steht auf Transparenten an den Zäunen von Einfamilienhäusern in dem sonst ruhigen Dörfchen. „Zwei Prozent Landesfläche in Deutschland hört sich nach wenig an“, sagt Karl-Heinz Seedorf, „aber für uns sind es eben deutlich mehr als zwei Prozent.“
Die Gemeindevertretung sprach sich gegen die Erweiterung des Windparks „Hohengüstow“ aus. Auch in anderen Dörfern gibt es Proteste. Sie eint das Gefühl, dass ihre Heimat für die Energiewende geopfert und zu einer großen Windfarm werden soll.


