Gesangswettbewerb

Eurovision-Veranstalter verbietet ukrainischem Präsidenten das Grußwort

12.05.2023
Lesedauer: 2 Minuten
Wolodymyr Selenskyj (im Februar) Foto: Efrem Lukatsky / dpa

Per Video wollte sich Wolodymyr Selenskyj an das Millionenpublikum beim Eurovision Song Contest wenden. Doch daraus wird nichts – »bedauerlicherweise«, so der Veranstalter.

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj wird beim Finale des Eurovision Song Contest (ESC) nicht mit einer Videobotschaft auftreten können. Die Bitte Selenskyjs, sich an das Publikum des Eurovision Song Contest wenden zu können, könne »bedauerlicherweise nicht akzeptiert werden, weil sie gegen die Regeln der Veranstaltung verstößt“, teilte die Europäische Rundfunkunion (EBU) am Donnerstag mit.

Einer der Grundpfeiler des Wettbewerbs sei der unpolitische Charakter der Veranstaltung. Dieses Prinzip verbietet die Möglichkeit politischer oder ähnlicher Erklärungen im Rahmen des Wettbewerbs«, erklärten die Organisatoren. Auch wenn die Bitte Selenskyjs mit »lobenswerter Absicht« erfolgt sei, »kann ihr leider nicht stattgegeben werden, weil es gegen die Regeln wäre«.

Der ESC wird in diesem Jahr in Liverpool ausgetragen. Im vergangenen Jahr hatte die ukrainische Gruppe Kalush Orchestra den ESC gewonnen. Wegen des anhaltenden Kriegs kann das Finale jedoch erstmals nicht wie üblich im Land des Vorjahressiegers stattfinden.

Beim Finale am Samstag soll die Ukraine besonders gewürdigt werden: Elf Künstlerinnen und Künstler aus der Ukraine treten auf, darunter die Gewinner des vergangenen Jahres. In Videoclips werden verschiedene Regionen des Landes gezeigt.

Ukraine ist als Vorjahressieger gesetzt

Deutschland wird im Finale unter anderem gegen Österreich und Australien antreten. Die Österreicherinnen Teya & Salena sicherten sich am Donnerstagabend beim Halbfinale im englischen Liverpool mit dem Elektro-Popsong »Who the hell is Edgar?« die Teilnahme am Hauptwettbewerb.

Auch dabei sind die Australier der Band Voyager mit dem Progressive-Metal-Song »Promise«. Ihr ESC-verrücktes Heimatland hatte 2015 anlässlich der 60. Ausgabe erstmals an dem Wettbewerb teilgenommen. Übertragen wird das Spektakel in Australien aber schon seit 1974.

Ebenso im Hauptwettbewerb stehen Albanien, Zypern, Estland, Belgien, Litauen, Polen, Armenien und Slowenien. Deutschland ist wie andere große Geldgeber des Wettbewerbs und die Ukraine als Vorjahressieger sicher fürs Finale am Samstag gesetzt. Für die Bundesrepublik tritt die Dark-Rock-Gruppe Lord Of The Lost aus Hamburg an. 

jok/AFP

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