Wegen zu hoher Energiepreise

Unternehmen flüchten aus Deutschland in die USA

04.05.2023
Lesedauer: 2 Minuten
Nur jedes dritte deutsche Unternehmen (33 Prozent) plant in der Eurozone höhere Investitionen Foto: Marijan Murat/dpa

Deutschland wird auch für unsere Wirtschaft zu teuer!

Für viele Unternehmen ist es attraktiver, im Ausland zu investieren – und eben dort Wohlstand und Jobs zu schaffen statt hierzulande. Ein Grund: die teuren Energiepreise in Deutschland!

Das ergab eine Umfrage der Deutschen Industrie- und Handelskammer (DIHK) unter 5100 Mitgliedsunternehmen.

Bitter: Nur jedes dritte Unternehmen (33 Prozent) plant höhere Investitionen in der Eurozone!

Grund für die gedämpfte Zuversicht in die Heimat: hohe Energiekosten, steigende Zinsen und der Fachkräftemangel. Aber auch geopolitische Unsicherheiten schrecken die deutschen Unternehmen ab.

DIHK-Außenwirtschaftschef Volker Treier erklärte dazu in der „FAZ“: „Bei den Gaspreisen werden wir immer noch beim Vier- bis Fünffachen dessen liegen, was Unternehmen in den USA für Prozesswärme zahlen müssen.“

Deshalb musste die DIHK schon für das laufende Jahr die Exportprognose deutlich senken: Statt bislang 2,5 Prozent, erwartet die DIHK nun jetzt nur noch einen Zuwachs von einem Prozent – obwohl sich etwa Lieferengpässe zunehmend aufgelöst hätten.

Andere Länder schneiden deutlich besser ab. Hauptziel: die USA!

▶︎ 44 Prozent der befragten Unternehmen wollen ihre Investitionen in Nordamerika erhöhen. Im Trend sind aber auch Investitionen in Afrika, im Nahen und Mittleren Osten und in der Asien-Pazifik-Region.

Grund für den USA-Boom: Dort kostet Energie nicht so viel, außerdem investiert die Regierung Milliarden an Subventionen.

Beim sogenannten Inflation Reduction Act in den USA sind viele Subventionen und Steuergutschriften daran geknüpft, dass profitierende Unternehmen US-Produkte verwenden oder selbst in den USA produzieren.

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