Großbritannien

Ultra-Marathonläuferin betrügt mit dem Auto und wird disqualifiziert

19.04.2023
Lesedauer: 2 Minuten
Die Ultra-Marathonläuferin Joasia Zakrzewski war angeblich von der Anreise erschöpft und setzte sich deswegen bei einem Rennen ins Auto © Bernd Thissen / DPA

Joasia Zakrzewski gehört zu den besten Ultra-Marathonläuferinnen der Welt. Doch ihr Ruf dürfte nun Schaden genommen haben: Bei einem Rennen in England hat sie mit einer Fahrt im Auto betrogen.

Die schottische Läuferin Joasia Zakrzewski ist eine erfahrene und erfolgreiche Läuferin für die extremen Langstrecken. Jetzt aber hat die 47-Jährige ihrem Ruf geschadet: Bei einem Ultra-Marathon über 80 Kilometer von Manchester nach Liverpool legte Zakrzewski ein Teilstück mit dem Auto zurück und wurde danach disqualifiziert.

Die 47-Jährige nutzte das Fahrzeug über rund 2,5 Meilen (4 Kilometer), wie die BBC am Dienstagabend berichtete. Geodaten hätten gezeigt, dass die Ärztin eine Meile in nur einer Minute und 40 Sekunden zurückgelegt habe. Auch Aussagen von anderen Teilnehmern sowie Veranstaltern hätten den Verdacht erhärtet, sagte der Chef des GB Ultras Race, Wayne Drinkwater, dem Sender.

Joasia Zakrzewski beklagte anstrengende Anreise

Zakrzewski, britische Rekordhalterin über 100 und 200 Meilen, hatte bei dem Rennen am 7. April den dritten Platz belegt. Der Vorfall tue ihr aufrichtig leid, sagte ein Freund der Läuferin der BBC. Zakrzewski habe sich vor und während des Laufs unwohl gefühlt, nachdem sie erst am Vorabend aus Australien angereist war. „Sie kooperiert vollständig mit den Veranstaltern“, sagte der Freund. Der Fall wird nun vom Laufverband Trail Running Association geprüft.

Der Vorsitzende des schottischen Athletenverbandes, David Ovens, kritisierte die Läuferin: „Es ist sehr enttäuschend, davon zu hören, auch weil Joasia in den vergangenen so erfolgreich war.“

tis / DPA

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