Vermögen des LVMH-Patriarchen

Bernard Arnault ist erstmals 200 Milliarden Dollar schwer

05.04.2023
Lesedauer: 3 Minuten
Die Reichen werden immer reicher: LVMH-Chef Bernard Arnault ist nach Tesla-Boss Elon Musk und Amazon-Gründer Jeff Bezos der dritte Mensch, der über ein Vermögen von 200 Milliarden Dollar verfügt – zumindest auf dem Papier Foto: STEFANO RELLANDINI / AFP

Luxusgüter sind gefragt wie kaum zuvor. Der Konzern LVMH profitierte davon zuletzt besonders. Das zeigt sich am Aktienkurs und natürlich auch an dem wachsenden Reichtum von Konzernchef Bernard Arnault. Jetzt hat der französische Tycoon als dritter Mensch überhaupt eine legendäre Schwelle überschritten.

Das vergangene Jahr verlief hervorragend für den Luxusgüter-Konzern LVMHUm mehr als ein Viertel stiegen jeweils die Erlöse und der Gewinn. Die Aktie kletterte in den zurückliegenden sechs Monaten um rund ein Drittel und erklomm zuletzt den höchsten Stand seit mehr als 20 Jahren. Davon profitierte nicht zuletzt auch Bernard Arnault (74), Mitgründer und Chef des Konzerns. Laut dem Bloomberg-Billionäres-Index  übersprang sein Vermögen jetzt erstmals die Schwelle von 200 Milliarden Dollar (183 Milliarden Euro).

Arnault ist damit nach Tesla-Chef Elon Musk (51) und Amazon-Gründer Jeff Bezos (59) der dritte Mensch überhaupt, dessen Vermögen diese Marke erreicht hat. Konkret betrug das Vermögen des Multimilliardärs am gestrigen Dienstag 201,1 Milliarden Dollar. Mitte Dezember vergangenen Jahres hatte der Franzose den extrovertierten Tesla-Chef laut der „Forbes“-Liste der Superreichen bereits als reichsten Menschen der Welt abgelöst. 

Ein wesentlicher Grund für den „Wachwechsel“ an der Spitze der Superreichen ist der drastische Absturz bei Technologieaktien, von dem auch die Tesla-Papiere  nicht verschont blieben. Der Kurssturz minderte laut dem „Wall Street Journal“ Musks Nettovermögen im vergangenen Jahr um rund 100 Milliarden Dollar.

Luxus boomt

Umgekehrt konnten sich Aktien von Luxusgüter-Konzernen wie LVMH , das unter seinem Dach 75 Luxusmarken wie Dior, Louis Vuitton, Marc Jacobs oder Rimowa vereint, deutlich besser entwickeln als Technologiewerte. Zuletzt profitierte die LVMH-Aktie auch von der Ankündigung, dass der Konzern eigene Aktien im Wert von 1,5 Milliarden Euro zurückkaufen werde.

War die Nachfrage nach Luxusgütern im Jahr 2020 pandemiebedingt weltweit um rund 60 Milliarden Euro Umsatz auf 220 Milliarden Euro gefallen, erholten sich die Anbieter danach rasant von dem Einbruch. Schon 2021 zogen die Erlöse mit Luxusartikeln auf 290 Milliarden Dollar weltweit an und erreichten im vergangenen Jahr mit 353 Milliarden Euro den höchsten seit zehn Jahren.

Die Familie Arnault besaß Ende vergangenen Jahres 48,2 Prozent der Anteile an LVMH, hielt aber mehr als die Hälfte der Stimmrechte. Die Marktkapitalisierung des Luxusgüter-Riesen betrug am Mittwoch rund 428 Milliarden Euro. Arnault, ursprünglich Immobilienunternehmer, hatte in den 1980er-Jahren das berühmte französische Modehaus Dior aus der Insolvenz herausgekauft und nutzte es, um eine Beteiligung an LVMH zu erwerben und diese in den Folgejahren kontinuierlich auszubauen. 

rei

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