Reichelt soll sich auf einer Zugfahrt geweigert haben, sich auszuweisen. Stattdessen beschwerte er sich und betonte, dass man ihn kennen müsse. Die Reise endete für ihn auf der Polizeiwache.
Der ehemalige „Bild“-Chefredakteur Julian Reichelt gerät erneut in die Schlagzeilen. Wie der „Spiegel“ berichtete, soll der 42-Jährige sich am Freitag während einer Zugfahrt in einem ICE von Koblenz nach Berlin mit dem Zugpersonal angelegt haben, weil es von ihm einen Ausweis verlangt hatte. Die Situation eskalierte derart, dass die Bundespolizei hinzugezogen werden musste.
So hätte Reichelt laut dem Bericht ein Online-Ticket vorweisen können, aber keinen Lichtbildausweis. Die Online-Tickets der Deutschen Bahn sind allerdings nur in Verbindung mit einem Lichtbildausweis gültig. Auch ein anderes Personaldokument habe er nicht vorweisen oder zeigen wollen.
Laut „Spiegel“ soll er sich gegenüber dem Bahnpersonal lautstark darüber beschwert haben, dass man ihn kennen müsse, da er einer der bekanntesten Journalisten Deutschlands sei.
Am Berliner Hauptbahnhof soll Reichelt schließlich von Polizeibeamt:innen abgeholt und zur Wache begleitet worden sein, um dort seine Identität festzustellen. Ein Augenzeuge berichtete, dass Reichelt sich währenddessen unkooperativ verhalten und die Polizisten durchgehend mit seinem Handy gefilmt habe. Die Stimmung sei aufgeheizt gewesen, jedoch habe der Journalist die Wache nach rund einer Viertelstunde wieder verlassen dürfen.
Auf eine Anfrage des Spiegels habe er nicht reagiert. Auch die Deutsche Bahn und die Bundespolizei haben sich aus Persönlichkeitsgründen nicht äußern wollen.




