Krieg

Ukraine: Spitzenpolitiker fordern Kampfpanzer aus Berlin

08.01.2023
Lesedauer: < 1 Minute
Jetzt doch: Berlin liefert Marder-Schützenpanzer an die Ukraine Die Bundesregierung will nach monatelangem Zögern nun doch Marder-Schützenpanzer an die Ukraine liefern, Berichten zufolge geht es um zunächst 40 Fahrzeuge. Auch die USA und Frankreich liefern jetzt Panzer an Kiew.

„Nicht beim ‚Marder‘ stehen bleiben“: Zwei hochrangige deutsche Politiker votieren dafür, der Ukraine auch Kampfpanzer zu liefern.

Berlin. Die Vizepräsidenten des Bundestages, Katrin Göring-Eckardt (Grüne) und Wolfgang Kubicki (FDP), haben sich für die Lieferung deutscher Leopard-Kampfpanzer an die Ukraine stark gemacht. Bei der Zusage für Marder-Schützenpanzer „stehen zu bleiben, wäre falsch“, sagte Göring-Eckardt unserer Redaktion. „Wir sollten alles tun und liefern was möglich ist. Dazu gehören auch Leopard-Panzer.“

Kubicki sagte, es könne „vernünftig sein, nicht nur Marder- sondern auch Leopard-Panzer zu liefern“. Es sei wichtig, die Verteidigungsfähigkeit der Ukraine aufrecht zu erhalten. Jeder weitere Schritt der Unterstützung für die Ukraine müsse aber eng mit den NATO-Partnern abgestimmt sein, fügte er hinzu. Von einem Alleingang Deutschlands in dieser Frage halte er nichts. Lesen Sie auchDeutschland liefert Marder: Was der Schützenpanzer kann

Ukraine-Krieg: Neue Unterstützung aus USA und Deutschland

Die USA hatten ein neues Paket für Kiew im Umfang von 2,8 Milliarden Euro verkündet. Darin sind auch Schützenpanzer vom Typ Bradley enthalten. Aus Deutschland soll das angegriffene Land etwa 40 Schützenpanzer vom Typ Marder und ein Patriot-Flugabwehrsystem erhalten.

Die Ukraine hat im Krieg zwar bereits in der Vergangenheit westliche Panzer erhalten, allerdings handelte es sich dabei um Flugabwehr-, Transport- oder Bergepanzer und nicht um Schützenpanzer. Kampfpanzer aus dem Westen – etwa Abrams oder Leopard – werden bisher nicht geliefert. (gau)

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