Zuletzt wurde bekannt, dass die Kosten um den Bau des Medienhauses explodiert sind – auf ganze 311 Millionen Euro. Der RBB stoppt nun die Planung.
Der Rundfunk Berlin-Brandenburg (RBB) beendet die Planungen für das digitale Medienhaus ab sofort. Dies teilte der Sender am Donnerstag mit. Begründet wurde die Entscheidung mit Finanzierungsproblemen. Im Zuge der RBB-Affäre um Patricia Schlesinger wurde bekannt, dass die Kosten um den Neubau auf 311 Millionen Euro explodierten.
Angesichts der schwierigen Finanzlage des Senders sei das Medienhaus nicht mehr finanzierbar. Bereits Ende November gab es Medienberichte, denen zufolge der Bau des Medienhauses gestoppt werden soll.
Umstritten: Gebührenzahler müssen das RBB-Medienhaus finanzieren
In einem neuen Bericht von Business Insider hieß es, dass der RBB intern seitdem analysiert habe, ob sich ein Weiterbau tatsächlich noch lohne. Im RBB selbst sei das Vorhaben besonders umstritten. Die Beendigung des Baus könnte die Gebührenzahler Millionen von Euro kosten, so Business Insider. Im Bericht heißt es weiter: „Laut Berechnung des Experten-Teams belaufen sich bei der Beendigung des Projekts die Kosten für die ‚Wegwerfplanung‘ auf 8,8 Millionen Euro. Diese Summe hat der RBB also für das Digitale Medienhaus in den Sand gesetzt. Mögliche Schadensersatzansprüche sind darin aber bereits einkalkuliert.“
Der Verwaltungsrat stimmte am Donnerstag, über das Medienhaus ab. Ebenfalls am Donnerstag entschied der RBB-Verwaltungsrat, den Aufhebungsvertrag mit dem RBB-Programmdirektor Jan Schulte-Kellinghaus zu billigen. Er wird den Sender am 31. Januar 2023 verlassen.



