China

Der Kontrollverlust: Wie die Kommunistische Partei ihren Einfluss in deutschen Konzernen ausbaut

01.11.2022
Lesedauer: < 1 Minute
BASF-Mitarbeiter in China Das Chinageschäft werde zunehmend isoliert, warnte die Europäische Handelskammer in Peking bereits im April. (Foto: obs)

China erhöht den Druck auf deutsche Konzerne und ihre Manager vor Ort. Handelsblatt-Recherchen zeigen, wie stark Peking ins operative Geschäft eingreift.

Berlin Deutschen Konzernen in China entgleitet ein Teil ihrer Kontrolle über das Geschäft vor Ort – zugunsten der Kommunistischen Partei. Grund dafür sind Parteizellen, die standardmäßig in deutschen Unternehmen in der Volksrepublik vertreten sind. Der direkte Einfluss dieser Zellen und ihrer Mitglieder steigt. Dies geht aus Unternehmensdokumenten und Insiderinformationen hervor, die dem Handelsblatt vorliegen.

Demnach entscheiden in mindestens einem Werk eines Konzerns, der im deutschen Leitindex Dax gelistet ist, KP-Parteimitglieder mit über Standortfragen, Geschäftsmodelle und Personalien. In anderen deutschen Konzernen vor Ort droht die Gefahr einer ähnlichen Entwicklung.

Der wachsende Einfluss entspricht dem Allmachtsanspruch von Staats- und Parteichef Xi Jinping, der gerade für eine dritte Amtszeit bestätigt wurde. Auch wenn die betroffenen Unternehmen eine Einflussnahme bestreiten, ist die Entwicklung für Experten klar.

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