Putin bekommt in Samarkand vorerst nicht, was er sich erhofft hatte. Eine öffentliche Rechtfertigung des Angriffskriegs durch China bleibt aus. Xi Jinping erhält von den zentralasiatischen Gastgebern dagegen die Bühne, die er sich erhofft hatte.
Natürlich war die Zusammenkunft der Präsidenten Russlands und Chinas, Wladimir Putin und Xi Jinping, am Donnerstag nicht das einzige, was am Gipfel der Schanghaier Organisation für Zusammenarbeit in Samarkand bemerkenswert war. Allem voran unterzeichnete Iran nach Angaben der usbekischen Gastgeber ein Memorandum, das dem Land den Weg zur Mitgliedschaft eröffne.
Der Beitritt zu der Organisation, der neben China, Usbekistan und Russland schon Indien, Kasachstan, Kirgistan, Pakistan und Tadschikistan angehören, sei nun nur noch eine Formsache, sagte Putin später im Gespräch mit dem iranischen Präsidenten Ebrahim Raisi. Der gelobte seinerseits, Iran werde sich „niemals“ den westlichen Sanktionen gegen Russland anschließen, wolle die Beziehungen „stärken und entwickeln“.


