Immer aufspürbar

Jedes Auto bekommt einen Personalausweis

09.09.2022
Lesedauer: 2 Minuten
Der Perso fährt immer mit: Autos sollen künftig digital identifizierbar sein. (Quelle: Hodei Unzueta via www.imago-images.de)

Jedes Auto digital genau identifizierbar: Ein deutsches Konsortium arbeitet am Perso auf Rädern. Er sichert den Unternehmen weitere Milliarden-Gewinne.

Moderne Autos müssen miteinander und mit der Umgebung kommunizieren. Sonst gibt es kein autonomes Fahren, und auch viele andere Assistenten und Annehmlichkeiten brauchen diesen Austausch. Dazu müssen aber gewaltige Mengen an Daten übermittelt werden, und zwar sicher. Deshalb bekommt das Auto eine digitale Identität – einen Ausweis.

Deutsche entwickeln Ausweis fürs Auto

Unter dem Namen „GAIA-X 4 moveID“ sollen in den kommenden drei Jahren die nötigen Standards und Technologien entstehen, damit Autos und ihre Umgebung (Schranken, Ampeln, Parkplätze und anderes) sicher, souverän und ohne das Einschalten eines Vermittlers miteinander kommunizieren können.

Schöner Nebeneffekt: Städte können Staus minimieren, der Verbrauch und damit die Kosten sinken. 19 Unternehmen sind an dem Projekt unter Führung von Bosch beteiligt. 14 Millionen Euro – die Hälfte der Projektkosten – kommen vom Bundeswirtschaftsministerium.

Zwar gebe es bereits Unternehmen, die solche Services anbieten, sagt Bosch-Projektleiter Peter Busch. „Aber diese Services sind auf spezielle Anwendungen, Fahrzeuge oder Kundengruppen zugeschnitten.“ Stattdessen bräuchten die Kunden offene Standards.

Und die Anbieter verschiedener Geschäftsmodelle ebenfalls – ein Hinweis darauf, worum es beim Auto-Perso auch geht: nämlich um Unmengen an Geld. Allein der Markt rund ums vernetzte Parken wird auf weltweit zehn Milliarden Euro pro Jahr geschätzt. Hinzu kommen Entertainment, Nachrichten, Navigation und vieles mehr.

  • Seit Juli: Neuer Überwacher im Auto ist Pflicht
  • Ab 2022: Extras gegen Gebühr – VW kassiert doppelt ab
  • Mit welchen Modellen Sie günstig fahren: Warum Neuwagen immer teurer werden

Das Autofahren der Zukunft: Es mag bequemer werden – aber billiger bestimmt nicht.

Verwendete Quellen

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