Bundesinstitut für Katastrophenhilfe

Vorbereitung auf den großen Blackout: So geht’s

02.09.2022
Lesedauer: 3 Minuten
Bei einem Stromausfall muss in der Wohnung auf alternative Lichtquellen zurückgegriffen werden. (Symbolbild) Foto: dpa

Angesichts der Energiekrise scheint ein bundesweiter Stromausfall immer wahrscheinlicher. Das Bundesinstitut für Katastrophenhilfe rät zur Vorsorge.

Die Heizung springt nicht an, der Handy-Akku lässt sich nicht laden, kein Licht in der Wohnung: Ein totaler Stromausfall würde das Leben in Deutschland auf den Kopf stellen. Wie viele Lebensbereiche vom Strom abhängig sind, ist vielen Menschen nicht bewusst, mahnt das Bundesinstitut für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK). Doch jeder einzelne kann im eigenen Haushalt Vorsorge treffen. Diese Tipps gibt das BBK den Menschen in Deutschland.

Wenn das Licht ausfällt

Bei einem Stromausfall werden Lichtschalter in Haus und Wohnung zur nutzlosen Attrappe. Daher ruft das BBK dazu auf, stets mehrere alternative Lichtquellen vorrätig zu haben. Dazu zählen Kerzen und Feuerzeuge, Taschenlampen (batterie- oder solarbetrieben) oder LED-Leuchten mit Ersatzbirnen und zusätzlichen Batterien.

Wenn die Heizung nicht anspringt

Viele Heizungen springen nur auf ein Stromsignal hin an. Daher könnte es bei vielen kalt in der Wohnung werden, wenn es zu einem Blackout kommt. Deshalb sollte geprüft werden, ob sich die eigenen vier Wände zur Installation einer alternativen Heizquelle eignen. Wer bereits einen Kamin oder Ofen hat, sollte einen Vorrat an Kohle, Briketts oder Holz angelegt haben, so das BBK.

#Blitzumfrage: Wissen Sie, warum im Fall eines Stromausfalls das Telefonieren auf das Nötigste beschränkt werden sollte?
A) Um keine Panik zu verbreiten ?
B) Um das Netz nicht zu überlasten ?— BBK (@BBK_Bund) August 24, 2022

„Auch mit warmer Kleidung und Decken lässt sich die Heizung eine Zeit lang ersetzen“, schreibt das Bundesinstitut. Es sollte möglichst ein gemeinsamer Raum zum Aufenthalt ausgewählt werden und Türen geschlossen halten, damit keine Wärme entweicht. Dabei sollte stets auf ausreichende Sauerstoffzufuhr geachtet werden, insbesondere wenn Kerzen als Lichtquelle genutzt werden. 

So versorgen Sie sich mit Essen

Kleinere Mahlzeiten lassen sich im Falle eines Stromausfalls etwa auf dem Campingkocher zubereiten, rät das BBK. Wer einen Garten oder einen Balkon hat, kann auch einen Garten- oder Tischgrill nutzen, der mit Holzkohle oder Gas betrieben wird. Doch dabei ist Vorsicht geboten: Es sollte wegen Brandgefahr niemals in Innenräumen gegrillt werden, warnt das BBK. 

Im Vorteil sei außerdem, wer haltbare Lebensmittel auf Vorrat habe, die auch kalt genossen werden können. 

Weitere Tipps des BBK zur Stromausfall-Vorsorge

  • Achten Sie darauf, dass die Akkus an Ihren Laptops, Mobiltelefonen, Telefonen etc. geladen sind oder halten Sie geladene Ersatzakkus bereit. Solarbetriebene Batterieladegeräte oder Powerbanks können bei Stromausfall eine Hilfe sein.
  • Denken Sie daran, Bargeld zur Verfügung zu haben, da bei Stromausfall auch die Geldautomaten nicht mehr funktionieren.
  • Halten Sie ein batteriebetriebenes Radio oder Kurbelradio bereit, damit Sie bei einem langanhaltenden Stromausfall Mitteilungen der Behörden verfolgen können.
  • Oft fällt bei einem totalen Blackout auch die Wasserversorgung aus. Halten Sie daher ausreichend Trinkwasser bereit und vergessen Sie bei der Vorsorge ihre Haustiere nicht.

Das könnte Sie auch interessieren

Für Energiekonzern
01.12.2024
EU-Plan gescheitert
29.11.2024
ARD-Show "Die 100"
26.11.2024
Abstimmung über neue EU-Kommission
27.11.2024

Kommentare

Schreiben Sie einen Kommentar

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

6 + 2 =

© on-lion.de

Weitere Artikel aus der gleichen Rubrik

Nach Berichten über Menschenrechtsverletzungen in Uiguren-Region
27.11.2024
Thyssenkrupp-Krise
26.11.2024

Neueste Kommentare

Trends

Alle Kategorien

Kategorien