Nächste Entgleisung gegen den ukrainischen Botschafter

CDU-Politiker fordert Melnyks Ausweisung

29.08.2022
Lesedauer: 2 Minuten
CDU-Politiker Lehmann will den Ukraine-Botschafter aus dem Land werfen Foto: jenslehmann.leipzig/instagram

Die nächste Entgleisung gegen den Ukraine-Botschafter – diesmal kommt sie aus der CDU!

Jens Lehmann (54, CDU), Bundestagsabgeordneter aus Leipzig, will Noch-Botschafter Andrij Melnyk ausweisen lassen. Das erklärte er heute Nachmittag (29. August) in einem sorgsam zusammengestellten Sharepic auf Instagram.

CDU-Politiker Lehmann will den Ukraine-Botschafter aus dem Land werfen

Unfassbar: Der Noch-Botschafter des von Russland überfallenen Landes macht auf die existenziellen Nöte seines Landes aufmerksam, sorgt dafür, dass die Ukraine nicht in Vergessenheit gerät – und wird immer wieder dafür angefeindet.

Nun will CDU-Mann Lehmann ihn aus dem Land schmeißen lassen – obwohl Melnyk nur noch weniger als einen Monat im Amt ist. „Andrij Melnyk gehört ausgewiesen und sollte deshalb schnell zur Persona non grata erklärt werden, damit er Deutschland rasch verlässt“, fordert er.

Und erklärt: „Ich bin es leid, dass sich Botschafter Melnyk ständig über Deutschland beschwert, Politiker auslädt und teilweise beleidigt. Das Fass ist übergelaufen! Ich finde, Deutschland macht sehr viel für die Ukraine, sei es humanitäre, wirtschaftliche oder militärische Hilfe.“

Lehmann ätzte: „Das sollte auch von Botschafter Melnyk anerkannt werden, statt beleidigt auf einen Ministerpräsidenten zu sein, der eine differenzierte Sicht auf den Krieg und seinen Ausgang hat. Denn nach sechs Monaten Krieg müssen wir auch darüber reden können, wie und in welcher Form der Krieg enden kann.“

Möglicher Hintergrund: Melnyk hatte Sachsens Landeschef Michael Kretschmer (CDU) aus der Ukraine ausgeladen. Kretschmer hatte in der ZDF-Sendung „Markus Lanz“ gefordert, den Russland-Ukraine-Konflikt „einzufrieren“, sprich: Russlands Geländegewinne in seinem blutigen Überfall auf die Ukraine zu akzeptieren und normale Beziehungen zum Aggressor aufzunehmen.

Faktisch würde Kretschmers Forderung darauf hinauslaufen, Putin und die Russen für ihre Verbrechen also zu belohnen. Eine Sicht, die Lehmann offenbar teilt …

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