Die Bauern haben abermals weniger geerntet als in den vergangen Jahren. Agrarminister Cem Özdemir spricht im Interview über das Interesse des Vegetariers an der Kuh, die Dürre in Deutschland – und warum die Kichererbse nicht der neue Weizen wird.
Herr Özdemir, die deutschen Bauern haben abermals weniger geerntet als im langjährigen Durchschnitt. Müssen wir befürchten, dass wir wegen des Klimawandels irgendwann nicht mehr genug zu essen haben?
Davon sind wir weit entfernt, dank der Arbeit unserer Landwirte. Und so schlecht sieht die diesjährige Ernte nicht aus: Es gibt Licht und Schatten. Aber das Wetter fährt gerade Achterbahn. Voriges Jahr hatten wir heftige Starkregenfälle, denken Sie an die schreckliche Flut an der Ahr. Dieses Jahr ist von Hitze und großer Trockenheit geprägt. Es gibt allerdings große regionale Unterschiede. Hinzu kamen heftige Unwetter – etwa in Bayern, die dort beim Hopfen große Schäden angerichtet haben.


