Grünen-Politiker zündelt bei Twitter

„Vielleicht sollte man Sachsen einfach kontrolliert abbrennen lassen“

02.08.2022
Lesedauer: 2 Minuten

Dresden – Wieder macht ein Grüner beim Kurznachrichtendienst Twitter auf sich aufmerksam.

Vergangene Woche hatte die Dresdner Stadträtin Susanne Krause (39) Autofahrer als „Blechschädel“ beschimpft, jetzt sorgte ihr Ex-Fraktionskollege für Kopfschütteln.

Grünen-Politiker Robert Schlick
Grünen-Politiker Robert Schlick
Foto: © BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN

Robert Schlick (32) schrieb: „Vielleicht sollte man Sachsen einfach kontrolliert abbrennen lassen.“

Das schrieb Robert Schlick (22, Grüne) bei Twitter – nach Kritik sprach er plötzlich von „Satire“

Das schrieb Robert Schlick (32, Grüne) bei Twitter – nach Kritik spricht er plötzlich von „Satire“Foto: Twitter – Robert Schlick

Im August 2021 hatte Schlick aus beruflichen Gründen den Dresdner Stadtrat verlassen, verließ die Stadt in Richtung Hamburg. Die Grünen-Fraktion schrieb dazu: Man schätzte ihn für seine „stets besonnene ruhige Art.“

Da an seinem Abrenn-Tweet bereits Kritik laut wird, verfasste Schlick eiligst noch einen weiteren Beitrag als „offiziellen Hinweis“. Angeblich würde es sich bei seiner Äußerung um „Satire“ handeln.

Schlick – ein gebürtiger Vogtländer – bezog sich auf einen anderen Beitrag, der u. a. kritisierte, dass Dynamo-Fans eine Aktion gegen den Klimawandel auspfiffen und die Stadt Dresden Feuerwerk zulässt, während es in der Sächsischen Schweiz brennt.

Dabei kann man Schlick Wiederholungs-Twitterer nennen. Denn April 2020 schrieb er beim Kurznachrichtendienst, „dass wir die Wirtschaft jetzt mal gegen die Wand fahren“ und „TUI und Co absaufen“ lassen, um „was Neues auszuprobieren.“ Stichwort: „Fuck capitalism“, „Systemwechsel“.

Auch das zog heftige Kritik nach sich. Dresdens Oberbürgermeister Dirk Hilbert (50, FDP) nannte Schlicks Tweet damals diplomatisch „eine grobe Fahrlässigkeit“. Anschließend löschte der Grüne seinen Beitrag – mit der Begründung, dass seine Aussage „ungünstig formuliert“ sei.

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