Protestzug

Demonstration gegen Corona-Maßnahmen in Berlin

31.07.2022
Lesedauer: 2 Minuten
Quelle: dpa Berlin/Brandenburg

Gegner der Corona-Maßnahmen haben sich in Berlin versammelt. Nach Polizeiangaben beteiligten sich in der Spitze rund 1200 Menschen am Samstag an einem Protestzug, der unter dem Motto «Uneingeschränkte Wiederherstellung sämtlicher Grundrechte» auf der westlichen Seite des Brandenburger Tors startete. Die Veranstalter, das Bündnis «Wir sind Viele», sprachen am Sonntag von rund 5700 Teilnehmern aus ganz Deutschland.

Die Polizei war nach eigenen Angaben mit mehr als 200 Einsatzkräften vor Ort. Nach ihren Angaben hatten die Veranstalter des Protestes gegen die Corona-Maßnahmen vorher von 10.000 erwarteten Teilnehmern gesprochen. Neben der Demonstration gab es laut Polizei auch kleinere Kundgebungen und ein Autokorso mit etwa 40 Beteiligten.

Die Demonstration wurde begleitet von Gegenprotesten. Dazu zählten etwa Mitglieder der Initiative «Omas gegen Rechts», die sich gegen Antisemitismus, Rassismus, Frauenfeindlichkeit und Faschismus einsetzt. Linke Initiativen hatten zu Gegenprotesten am Rosa-Luxemburg-Platz aufgerufen, wo die Veranstaltung endete.

Nach Angaben einer Polizeisprecherin kam es zu zwei Flaschenwürfen auf den Demonstrationszug, bei dem vereinzelt Russland-Fahnen gezeigt wurden. Dadurch fühlte sich laut Polizei ein Mann aus der Ukraine provoziert. Gegen ihn wird wegen gefährlicher Körperverletzung wegen eines Flaschenwurfs ermittelt. In einem Fall ermittelt die Polizei wegen der Verwendung eines verbotenen Symbols.

Mehrere Teilnehmer der Demonstration forderten die Freilassung von Michael Ballweg, dem Gründer der «Querdenken»-Bewegung, aus der Untersuchungshaft. Die Stuttgarter Staatsanwaltschaft ermittelt gegen den 47-Jährigen wegen Betrugs und Geldwäsche. Die «Querdenken»-Bewegung richtet sich gegen die Corona-Politik.

An diesem Montag jährt sich der Tag der ersten Großdemonstration der «Querdenken»-Bewegung. Gegner der Corona-Maßnahmen haben deshalb bundesweit zu Veranstaltungen und Kundgebungen aufgerufen. Auch in Berlin sind nach Polizeiangaben täglich Kundgebungen geplant.

© dpa-infocom, dpa:220730-99-213427/8

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