Bislang 138 Euro im Jahr

Frankreichs Nationalversammlung beschließt Abschaffung der Rundfunkgebühren

24.07.2022
Lesedauer: < 1 Minute
Jeder, der einen Fernseher hat, musste bisher in Frankreich die Rundfunkgebühren zahlen. (Symbolbild) © Quelle: Marius Becker/dpa

Bisher zahlten Menschen in Frankreich jährlich 138 Euro Rundfunkgebühr. Damit ist nun Schluss. Doch wie soll der öffentlich-rechtliche Rundfunk in dem Land künftig finanziert werden?

Paris. Die französische Nationalversammlung hat am Samstag die Abschaffung der Rundfunkgebühren beschlossen. In Zukunft soll der öffentlich-rechtliche Rundfunk unter anderem durch einen Teil der Mehrwertsteuer finanziert werden. Die zweite Parlamentskammer, der Senat, muss dem Gesetzentwurf noch zustimmen. Für das Vorhaben stimmten 170 Abgeordnete, 57 votierten dagegen.

Die Rundfunkgebühr beträgt bislang in Frankreich 138 Euro im Jahr. Sie wird für alle Haushalte fällig, die einen Fernseher besitzen. Präsident Emmanuel Macron hatte die Abschaffung der Gebühr im Wahlkampf angekündigt. Damit wollte er den gestiegenen Lebenshaltungskosten entgegenwirken und die Kaufkraft der Menschen erhöhen. Bereits am Freitag stimmte die Nationalversammlung für Maßnahmen zur Stärkung der Kaufkraft, etwa die Anhebung einer steuerfreien Lohnzulage und eine Mietpreisdeckelung.

RND/dpa

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