
Ex-Bundeskanzlerin Angela Merkel hat in einem Interview mit dem „ Redaktionsnetzwerk Deutschland “ (RND) über den russischen Angriffskrieg gesprochen. Merkel schließt nicht aus, dass Putin mit dem Beginn der Invasion so lange gewartet habe, bis sie nicht mehr im Amt sei: „Mein Ausscheiden kann ein Beitrag gewesen sein wie zum Beispiel die Wahl in Frankreich, der Abzug der Truppen aus Afghanistan und das Stocken der Umsetzung des Minsker Abkommens.“
Merkel: Am Ende konnte sie „nichts mehr bewirken“
Gleichzeitig gesteht Merkel auch ein, dass sie zum Ende ihrer Amtszeit bei Gesprächen mit Putin nicht mehr viel habe ausrichten können. „Es war ja klar, dass ich nicht mehr lange im Amt sein würde, und so muss ich einfach feststellen, dass verschiedene Versuche im vorigen Jahr nichts mehr bewirkt haben.“
Merkel schloss nicht aus, zu einem späteren Zeitpunkt in dem Konflikt vermitteln zu können. Auf die Frage, ob sie dafür zur Verfügung stünde, antwortete sie: „Diese Frage stellt sich derzeit nicht.“
Merkels Pläne nach der Kanzlerschaft: „Ich bin nie einfach so auf der Loreley gewesen“
Merkel (CDU) will nach 16-jähriger Amtszeit in Ruhe den Westen Deutschlands näher kennenlernen. „Ich bin selten zweckfrei in den alten Bundesländern gewesen“, sagte Merkel im Interview mit dem RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND, Samstag). „Ich bin nie einfach so auf der Loreley gewesen oder an der Moselschleife oder alleine im Trierer Dom oder Speyerer Dom.“
Nun beginne ein neuer Lebensabschnitt. Sie habe bisher nur wenig gemacht, was viele Menschen gern und selbstverständlich unternähmen. Merkel sagte: „Ich gehe jetzt in den Teil meines Lebens, der mir bisher verwehrt war. Als Mensch.“ Ihre politische Zeit über gut 30 Jahre sei eine große Ehre gewesen. Darüber sowie über ihre Kindheit und Jugend in der DDR werde sie mit ihrer langjährigen Büroleiterin Beate Baumann ein Buch schreiben. Neu beim Discounter – Lidl führt bundesweit 5D-Regelung ein



