Neues Konzept in Arbeit

Lauterbach denkt über Maskenpflicht im Herbst nach

26.05.2022
Lesedauer: 2 Minuten
Karl Lauterbach nimmt seine Brille bei einer Pressekonferenz ab (Archivbild): Er schließt eine erneute Maskenpflicht nicht aus. (Quelle: Chris Emil Janßen/imago-images-bilder)

Eine Maskenpflicht könnte zum Jahresende wieder vorgeschrieben werden. Das kündigte Gesundheitsminister Karl Lauterbach an. Sie soll sich auf Innenräume beschränken. Es werde bereits an einem Plan gearbeitet.

Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach will für den Fall einer neuen Corona-Welle im Herbst die Möglichkeit schaffen, wieder eine Maskenpflicht in Innenräumen vorzuschreiben. Derzeit werde erneut am Infektionsschutzgesetz gearbeitet, sagte der SPD-Politiker am Mittwochabend in der ZDF-Sendung „Markus Lanz“. „Das läuft ja am 23.9. aus. Und dann wird die Frage erneut zu diskutieren sein, ob zum Beispiel Maskentragen in Innenräumen wieder verpflichtend wird.“ Das könne wieder kommen, „ich halte das auch für unbedingt notwendig, dass wir uns für den Herbst diese Möglichkeit eröffnen“.

Lauterbach betonte: „Das Infektionsschutzgesetz beschreibt ja nicht, was gemacht wird oder was gemacht werden soll, sondern es beschreibt, was wir nutzen können an Vorsichtsmaßnahmen und Einschränkungen, wenn es denn dann nötig wäre.“ An diesem Thema arbeite er auch mit Bundesjustizminister Marco Buschmann (FDP).

Infektionsschutzgesetz läuft im September aus

Lauterbach hatte bereits angekündigt, dass er bald ein Konzept zur Bekämpfung von Corona im Herbst vorstellen will. Auch die Gesundheitsminister der Länder hatten vom Bund eine Anpassung des Infektionsschutzgesetzes mit Blick auf den Herbst gefordert.

Das erst kürzlich geänderte Gesetz läuft bis 23. September. Allgemeine Maskenpflichten für Veranstaltungen oder beim Einkaufen sowie 2G- und 3G-Regelungen sind damit seit Anfang April weggefallen. Vorerst gilt ein „Basisschutz“ – etwa mit Maskenpflichten in Bussen, Bahnen, Kliniken, Praxen und Pflegeheimen. Unabhängig von staatlichen Vorgaben gibt es aber vielerorts, etwa in Kultureinrichtungen, auch weiter Schutzregeln mit Maskenpflichten.

„Werden Impfstoffe wegschmeißen müssen“

Lauterbach verteidigte die Regierungspläne zur Beschaffung von zusätzlichem Corona-Impfstoff. Man habe für den Herbst Impfstoff für drei unterschiedliche Corona-Linien – die Wuhan-Variante, einen reinen Omikron-Impfstoff und einen Kombinationsimpfstoff. „Jetzt verrate ich kein Geheimnis, indem ich sage: Einen Teil dieser Impfstoffe werden wir nachher wegschmeißen müssen.“ Er betonte: „Ich weiß nicht, was kommt.“ Wenn eine gefährliche Welle komme, wollten alle den besten Impfstoff. „Daher werde ich lieber dafür kritisiert, dass ich später wegschmeiße.“

Verwendete Quellen

  • Nachrichtenagentur dpa

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