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Betrugsaffäre um „schwarze Kassen“: Was wusste der Springer-Vorstand?

04.05.2022
Lesedauer: < 1 Minute
Die neue Axel-Springer-Zentrale in Berlin-Mitte Die Staatsanwaltschaft wirft der mutmaßlichen „Bande“ vor, den Medienkonzern mithilfe eines Scheinrechnungssystems um mehr als sechs Millionen Euro betrogen zu haben. (Foto: Paul Langrock/laif)

In Berlin wird derzeit die größte Betrugsaffäre in der Geschichte von Axel Springer verhandelt. Dokumente legen nahe, dass sie weiter reicht als bislang bekannt.

Berlin Markus Günther hustet immer wieder. Seine Pupillen sind an manchen Tagen gelb unterlegt. Der ehemalige Logistikchef von Axel Springer müht sich, trotz seines offenbar schlechten Zustands über Stunden die komplexen Fragen der Richter zu beantworten.

Günther muss sich in diesen Wochen gemeinsam mit vier Kleinunternehmern vor der 19. großen Strafkammer des Landgerichts Berlin verantworten. Die Staatsanwaltschaft wirft der mutmaßlichen „Bande“ vor, den Medienkonzern mithilfe eines Scheinrechnungssystems um mehr als sechs Millionen Euro betrogen zu haben.

Demnach sollen die Spediteure Touren abgerechnet haben, die sie niemals gefahren haben. Das eingenommene Geld teilten sie offenbar mit Günther oder führten dafür andere Dienste aus. Da ein Großteil der mutmaßlichen Taten bereits verjährt war, ist der Gesamtschaden anscheinend deutlich größer.

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