Die Eisschnelläuferin Claudia Pechstein serviert die ARD bei Pressekonferenz eiskalt ab. Der DOSB bedauert dieses Verhalten, die ARD akzeptiert es
„Grundsätzlich entscheiden Athlet*innen selbst, ob sie Interviews geben“, sagt der Deutsche Olympische Sportbund zu dem ARD-Boykott von Claudia Pechstein. Der DOSB hätte es aber „begrüßt“, wenn sie die Situation „anders gelöst hätte“, berichtet der Branchendienst turi2. Die Eisschnellläuferin hatte die ARD von einem Pressetermin zur ihrer Rückkehr von den Olympischen Spielen ausgeschlossen. Das liege daran, dass die ARD „nicht so über sie und einen Dopingverdacht berichteten, wie sie es für angemessen hielt“, twittert Investigativ-Reporter Hajo Seppelt. Die Dopingredaktion der ARD um Seppelt hatte sich damals wiederholt mit Pechstein und ihren Blutwerten beschäftigt, wegen derer der Eisschnelllauf-Verband ISU Anfang 2009 die zweijährige Sperre gegen Pechstein veranlasst hatte.
Für den Deutschen Journalistenverband zeigt Pechstein ein „seltsames Verständnis von Pressefreiheit“. Auf Anfrage des Tagesspiegels erklärte ARD-Sportkoordinator Axel Balkausky dazu: „Frau Pechstein spricht seit Jahren nicht mit der ARD wegen Hajo Seppelts Berichterstattung in 2012. Wir akzeptieren dies.“ Brav, oder?




