Jordan Peterson

Wokeness oder Wahrheit, das ist die Frage

26.01.2022
Lesedauer: 2 Minuten
Des akademischen Gesinnungsdrucks überdrüssig: Jordan B. Peterson Bild: Friso Keuris/VISUM

Jordan Peterson ist einer der bekanntesten Kritiker der politischen Korrektheit. Jetzt gibt er seine Professur an der Universität von Toronto wegen Gesinnungsdrucks auf. Was bedeutet das? Ein Gastbeitrag.

Vergangene Woche gab Jordan Peterson in einem Artikel in der „National Post“ bekannt, dass er seine Festanstellung als Professor an der Universität Toronto im Protest aufgibt – im vorpensionären Alter von 59 Jahren. Vor etwas mehr als fünf Jahren hätte das in Deutschland noch kaum jemanden interessiert. Mittlerweile ist Peterson jedoch zu einer Symbolfigur geworden. 2016 war der kanadische Psychologe durch ein Protestvideo gegen neue Pronomen für Studenten und eine dahin gehende Gesetzgebung im Bundesstaat Ontario international bekannt geworden. Schnell wurde er in der virtuellen und analogen Welt zum Star.

Sein Youtube-Kanal, auf dem er psychologische Themen und Fragen der guten Lebensführung anspricht, hat mehr als vier Millionen Abonnenten. Immer wieder setzte er sich eloquent und vehement für Meinungsvielfalt und gegen im Namen der politischen Korrektheit geforderte Diskursbeschränkungen ein. So verteidigte er auch den ehemaligen Google-Mitarbeiter James Damore, der wegen seiner Kritik an der ideologischen Homogenität und der Einstellungspolitik des Unternehmens entlassen wurde. Sein Buch „12 Rules for Life: An Antidote to Chaos“ (2018) wurde millionenfach weltweit verkauft. Auf der Tournee, auf der er es vorstellte, füllte er weltweit riesige Hallen. Tausende Zuhörer, vorwiegend Männer, zahlten, um ihn zu sehen und zu hören. Peterson wird von seinen Gegnern ins konservative Lager eingeordnet. Selbst betrachtet sich der gläubige Christ als klassischen Liberalen.

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