Filmdreh mit Alec Baldwin

Waffenmeisterin reicht nach Todesschuss Klage gegen Requisiteur ein

13.01.2022
Lesedauer: 2 Minuten
Die Filmranch »Bonanza Creek Ranch« in Santa Fe Foto: Jae C. Hong / AP

Nach dem tödlichen Schuss am »Rust«-Filmset im Oktober klagt nun die Waffenmeisterin gegen einen Mann, der Requisiten geliefert hat. In einem Behälter mit Dummy-Patronen sei auch scharfe Munition gewesen.

Knapp drei Monate nach dem Tod einer Kamerafrau bei einem Filmdreh mit Hollywood-Star Alec Baldwin hat eine Mitarbeiterin einen Requisiteur verklagt. Die Zivilklage der Waffenmeisterin sei am Mittwoch eingegangen, teilte das zuständige Gericht im US-Staat New Mexico mit. Die Klageschrift liegt der Nachrichtenagentur dpa vor.

Die Klage der Waffenmeisterin richtet sich gegen einen Mann, der Requisiten, – darunter Munition – für den Dreh des Westerns »Rust« geliefert hatte. Neben harmlosen Dummy-Patronen habe sich scharfe Munition in einer Schachtel befunden, die als Behälter für ungefährliche »Dummies« ausgewiesen gewesen sei, lautet der Vorwurf. Die Requisiten-Firma hatte im November in der »Los Angeles Times« die Lieferung scharfer Munition bestritten.

Bei dem Vorfall während der Dreharbeiten zu dem Low-Budget-Western »Rust« auf einer Filmranch in Santa Fe im US-Bundesstaat New Mexico war am 21. Oktober die 42-jährige Chef-Kamerafrau Halyna Hutchins tödlich verletzt worden. Regisseur Joel Souza wurde an der Schulter getroffen. Alec Baldwin, der als Hauptdarsteller und Produzent bei dem Film mitwirkt, hatte die Waffe bei der Probe für eine Szene abgefeuert. Ermittlungen ergaben, dass in dem Colt eine echte Kugel steckte.

Die Ermittlungen der Polizei dauern an. Die Anwälte der im Fokus stehenden Waffenmeisterin hatten im November »Sabotage« ins Spiel gebracht. Jemand könnte eine Kugel mit scharfer Munition in eine Schachtel mit harmlosen Dummy-Patronen gelegt haben, um den Dreh zu sabotieren, sagte damals der Anwalt Jason Bowles in einem TV-Interview. Die Waffenmeisterin hatte Vorwürfe der Nachlässigkeit am Set zurückgewiesen. 

cop/dpa

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