Nach einer Reform bei der ARD hält der scheidende Vorsitzende den Sender für schlanker und agiler. Die Sender hätten die Qualität ihres Programms verbessert. Doch weitere Kürzungen seien „nicht im Sinne unserer Gesellschaft“.
Der scheidende ARD-Vorsitzende Tom Buhrow sieht widersprüchliche Erwartungen an den öffentlich-rechtlichen Rundfunk. „Einerseits wird von uns gefordert, nicht dort zu kürzen, wo es das eigene Lieblingsprogramm betrifft“, sagte der WDR-Intendant der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“. „Andererseits sollen wir für unsere Inhalte weniger Geld benötigen.“
Buhrow nannte eine Reduzierung des Auftrags der öffentlich-rechtlichen Sender „nicht im Sinne unserer Gesellschaft“. „Aber ich erwarte eine ehrliche Diskussion“, fügte er hinzu. Die Sender hätten sich „dem Reformprozess geöffnet, und in den vergangenen zwei Jahren ist die ARD schlanker, agiler und reformfreudiger geworden, und wir haben die Qualität unseres Programms verbessert“.
Buhrow gibt das Amt als ARD-Vorsitzender nach 24 Monaten zum Jahresende turnusgemäß an die RBB-Intendantin Patricia Schlesinger ab.
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