Kriminelle Vereinigung

Richterin schickt Querdenker in Psychiatrie

15.11.2021
Lesedauer: 2 Minuten
Querdenker Johannes M. (57) sitzt oft bei sich zu Hause und nimmt krude Videos auf Foto: privat

Er wollte Polizisten „standrechtlich erschießen“ lassen

München – In seinem Telegram-Kanal „Denkanstöße Menschenreise in die Neue Welt“ verbreitet Johannes M. (57) aus Olching (Bayern) viel Blödsinn.

Er gibt zu, nicht geimpft zu sein, sich noch nie getestet und auch noch nie eine Maske getragen zu haben. In Videos verbreitet der Verschwörungstheoretiker die Ansicht, in Deutschland gelten immer noch die US-Militärgesetze.

Für die nächste Zeit wird es keine Videos mehr geben. Johannes M. wurde in eine Psychiatrie eingewiesen. Die Generalstaatsanwaltschaft München und die Kripo Fürstenfeldbruck werfen ihm Mitgliedschaft in einer kriminellen Vereinigung und Aufruf zu Straftaten vor.

Auslöser ist u.a. der Auszug aus einem Video. Dort sagt Johannes M. an Polizisten gerichtet: „Ihr seid grenzenlose Feiglinge und ihr seid natürlich Menschenrechtsverbrecher vor dem Herrn. [.…] Ihr befindet euch illegal auf deutschem Gebiet und ihr alle dürfte gemäß Kriegsrecht und Völkerrecht standrechtlich erschossen werden von den US-Militärs. Und ihr dürft von jedem Deutschen augenblicklich erschossen werden, wenn von euch Gefahr ausgeht.“

Polizei und Justiz wollten sich den Quatsch nicht mehr länger anhören – und handelten. Freitag lud die Kripo in Fürstenfeldbruck M. zu einer Aussage vor.

Polizeisprecher Andreas Aichele vom Präsidium Oberbayern Nord auf BILD-Anfrage: „Weil er nicht erschienen war, wurde er von der Polizei zu Hause festgenommen und zur Dienststelle gebracht.“

Teaser-Bild
Rund 50 Anhänger von Johannes M. versammelten sich vor dem Polizeipräsidium in München
Foto: privat

Dann wurde M. psychiatrisch begutachtet. Folge: Eine Ermittlungsrichterin im Polizeipräsidium München erließ Samstag einen Unterbringungsbefehl. M. wurde in eine Psychiatrie eingeliefert.

Während der Vorführung bei der Ermittlungsrichterin solidarisierten sich rund 50 Anhänger mit Johannes M. vor dem Polizeipräsidium. Der Protest blieb nach Polizeiangaben friedlich.

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