Schlussstrich nach Antisemitismus-Vorwürfen

Aus für Skandal-Moderatorin beim WDR

02.11.2021
Lesedauer: 2 Minuten
Nemi El-Hassan (l.) nahm vor einigen Jahren an der antisemitischen Al-Quds-Demonstration teil Foto: ullstein bild

Sie nahm vor Jahren an einem antisemitischen Hass-Marsch teil und drückte auch noch in diesem Sommer Sympathien für antisemitische Positionen und Terroristen aus. Nemi El-Hassan (28) feierte mit einem „Like“ unter anderem den Gefängnisausbruch eines Mannes, der an der Entführung und Ermordung eines 18-jährigen Israelis beteiligt war.

BILD hatte den Fall ins Rollen gebracht, jetzt hat der WDR den Schlussstrich gezogen: Der Sender hat sich endgültig gegen eine Zusammenarbeit mit der Journalistin entschieden.

Das teilte der öffentlich-rechtliche Sender in Köln am Dienstag mit. Zuvor hatte Nemi El-Hassan einen Gastbeitrag in der „Berliner Zeitung“ veröffentlicht, in dem sie Kritik am WDR zum Umgang mit ihr in den vergangenen Wochen äußerte. Vom Sender hieß es als Begründung: „Das Vertrauen für eine künftige Zusammenarbeit ist nicht mehr vorhanden.“

Ursprünglich sollte die Journalistin die Wissenschaftssendung „Quarks“ moderieren. Der Start war für November vorgesehen. BILD hatte dann im Kontext der neuen Aufgabe El-Hassans von ihrer Teilnahme an der antisemitischen Al-Kuds-Demo in Berlin vor einigen Jahren berichtet.

Außerdem hatte El-Hassan noch im September 2021 in Sozialen Netzwerken Beiträge mit „Gefällt mir“ markiert, in denen Antisemitismus und Israel-Hass verbreitet wurde.

Der WDR hatte sich im weiteren Verlauf gegen eine Moderation El-Hassans in der Wissenschaftssendung entschieden. Die ARD-Anstalt hatte danach weiter geprüft, ob sie möglicherweise als Autorin für „Quarks“ hinter der Kamera arbeiten könnte.

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