WDR-Programmdirektor Jörg Schönenborn hat Verständnis für Kritik am öffentlich-rechtlichen Rundfunk. Man müsse immer wieder schauen, dass man die gesamte Meinungsbreite der Gesellschaft abdecke.
Der Programmdirektor des Westdeutschen Rundfunks (WDR), Jörg Schönenborn, hat Verständnis für Kritik am öffentlich-rechtlichen Rundfunk geäußert. „Die Kritik ist an vielen Stellen berechtigt. An vielen Stellen könnte ich jetzt auch Gegenbeispiele bringen. Aber es ist gut, dass es sie gibt, weil sie uns sensibel macht und weil sie eben auf einer Gefahr fußt“, sagte er in einem am Freitag veröffentlichten Podcast mit der Chefin des Sozialverbands VdK, Verena Bentele.
Journalisten in Deutschland deckten nicht gesamte Meinungsbreite der Gesellschaft ab, weil sie „alle ein ähnliches Milieu bilden“, sagte Schönenborn nach Angaben des VdK in dem Gespräch weiter.
Deshalb bestehe immer die Gefahr, „dass wir die Werte unserer eigenen Milieus allgemein setzen und auf andere Haltungen weniger deutlich schauen.“ Als Programmdirektor müsse er darauf immer hinweisen.



