Tschechischer Premier sprach mit Orbán

Liste mit unerwünschten Medien? ARD-Team von Pressekonferenz in Tschechien ausgeschlossen

05.10.2021
Lesedauer: < 1 Minute
Stabwechsel im ARD-Fernsehstudio Prag: Zum 1. Januar 2019 übernimmt Danko Handrick die Leitung des Studios. dpa/Stephan Flad/MDR

Kein Zugang für ARD-Reporter: Der Sender wird in Tschechien von einer politischen Pressekonferenz ausgeschlossen. Vor Ort habe es Listen mit Medien gegeben, die nicht zugelassen wurden. Das Erste reagiert erbost.

Die ARD ist in Tschechien von einer Pressekonferenz ausgeschlossen worden. Bei dem Termin, bei dem auch andere internationale Medien ausgegrenzt wurden, sprachen der tschechische Premierminister Andrej Babis und der ungarische Ministerpräsident Viktor Orbán. Der Senderverbund protestiert nun gegen das Vorgehen.

„Presse- und Rundfunkfreiheit sind ein Fundament der Demokratie, dazu gehört der ungehinderte Zugang zu Informationen und Pressekonferenzen“, schreiben der ARD-Vorsitzende Tom Buhrow und MDR-Intendantin Karola Wille in einem Statement. Der MDR ist in der ARD federführend zuständig für Tschechien und das ARD-Studio Prag.

Namenslisten von Medien, die keinen Zugang bekommen sollten

Über den PK-Ausschluss von ARD-Korrespondent Danko Handrick in der tschechischen Stadt Usti nad Labem berichtete zunächst der Branchendienst „DWDL.de“.

Nach ARD-Angaben lagen vor Ort Namenslisten von Medien aus, die keinen Zugang bekommen sollten. Der Senderverbund protestiert „aufs Schärfste gegen diese Einschränkung der Pressefreiheit“.

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