Neue Gebühren in Tübingen

Palmer will „spürbaren Unterschied“: Grünen-Mann macht Parken für SUVs sechsmal teurer

21.09.2021
Lesedauer: 2 Minuten
Boris Palmer (Grüne), Oberbürgermeister von Tübingen, gestikuliert. Marijan Murat/dpa

In Tübingen wird Parken für SUV-Fahrer künftig teuer. Ein Vorschlag von Oberbürgermeister Boris Palmer sieht vor, dass Anwohnerparkausweise für diese Gruppe an Autofahrern künftig deutlich mehr kosten sollen. Auch für E-Autos gibt es eine Sonderregel.

360 statt bisher 30 Euro hätten Fahrer großer Autos wie SUVs in Tübingen künftig für Anwohnerparkausweise zahlen sollen, wenn es nach Oberbürgermeister Boris Palmer geht. Weil da nicht alle mitzogen, hat der Grünen-Politiker nun einen Kompromissvorschlag vorgelegt, auf den sich die Fraktionen im Klima-Ausschuss der Stadt mehrheitlich verständigen konnten. Darüber berichten die „Stuttgarter Nachrichten“.

Eine endgültige Entscheidung soll in der ersten Sitzung des Gemeinderates Ende September fallen.

180 Euro! Tübinger SUV-Fahrer sollen sechsmal so viel fürs Parken bezahlen wie zuvor

Günstig kommen SUV-Fahrer auch hier nicht weg. 180 Euro sollen Fahrer von Verbrennern mit mehr als 1800 Kilogramm künftig für ihre Parkausweise bezahlen – das Sechsfache im Vergleich zum alten Preis.

Auch für Elektroautos mit einem Gewicht von über 2000 Kilogramm wird diese Summe fällig. Dabei wird dem höheren Gewicht der Batterien in den E-Autos Rechnung getragen.SUV-Fahrer in Tübingen müssen wohl bald 180 Euro fürs Parken bezahlen.FOCUS Online/Wochit SUV-Fahrer in Tübingen müssen wohl bald 180 Euro fürs Parken bezahlen. 

„Es soll einen spürbaren Unterschied geben zwischen kleinen Stadtfahrzeugen und großen Geländewagen, die eigentlich in der Stadt nicht zwingend benötigt werden“, hatte Palmer die Preiserhöhung im Juli bergündet.

Fahrer anderer Autos müssen künftig wohl 120 Euro für ihre Parkausweise bezahlen, viermal so viel wie bisher.

„Unzulässig“: Tübingen darf Fahrer von E-Autos beim Parkpreis nicht bevorteilen

Warum klimafreundlichere E-Autos nicht wie ursprünglich vorgesehen begünstigt werden? Palmer verweist auf das Land Baden-Württemberg.

„Das Land hat uns geschrieben, dass es unzulässig wäre, Elektroautos zu begünstigen“, sagt er. Offenbar gebe es „politisch keinen Wunsch, eine solche Förderung zu etablieren“. Dennoch hält Tübingen am Ziel fest, bis 2030 klimaneutral zu sein.

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