Dieser „Tagesschau“-Satz sorgt für Irritationen.
In einem Beitrag der 20 Uhr-Nachrichten in der ARD ging es am Montagabend um den Kanzlerkandidaten Armin Laschet (60, CDU), der – so die Formulierung der „Tagesschau“ – „vor einem Mitte-Links-Bündnis“ warnte. Gemeint: ein Bündnis aus Rot-Rot-Grün.
Eine Koalition aus SPD, Grünen und der Linkspartei – nach Einschätzung der Tagesschau ein „Mitte-Links-Bündnis“. Wie bitte?
„Wie die Tagesschau hier die Fakten verfälscht, verschlägt einem wirklich die Sprache“, sagt Historiker und DDR-Experte Hubertus Knabe (62) zu BILD. „Dass Rot-Grün-Rot einen radikalen Kurswechsel für Deutschland bedeutet, weiß jeder, der deren Programme gelesen hat.“
Es werde „massive Eingriffe in das Eigentum und in den freien Markt geben und obendrein eine neutralistische Außenpolitik“, so Knabe weiter. „Die Linke will sogar die Lufthansa verstaatlichen und statt der NATO ein ‚kollektives Sicherheitssystem‘ mit Russland errichten.“
▶︎ Fakt ist: Die Linke hofiert kommunistischen Systeme. Bei der Bundestagsabstimmung über das Bundeswehrmandat zur Evakuierung in Afghanistan enthielt sie sich mehrheitlich. Ihre Parteivorsitzende Janine Wissler (40) war Mitglied der linksextremen Bewegung Marx21, die eine grundlegende Änderung des politischen Systems – notfalls durch eine Revolution – fordert. Teile der vormaligen DDR-Staatspartei SED werden weiter vom Verfassungsschutz beobachtet.
Historiker Knabe: „Mit ‚Mitte-Links‘ hat das rein gar nichts zu tun.“


