In der Krise haben die Deutschen so viel Geld gespart wie nie. Doch diesem Rekordvermögen steht nun der Schwund bevor. Die Sparer sind einer fatalen Konstellation schutzlos ausgeliefert. WELT zeigt, welche Chancen Sie haben, dem Kaufkraftverlust zu entkommen.
Totgesagte leben länger, das scheint für viele Bereiche des Lebens zu gelten, nur für einen Bereich nicht, den des Zinses. Der Spar-Zins ist von vielen Ökonomen schon seit geraumer Zeit totgesagt, und er scheint auch wirklich tot zu sein und tot zu bleiben. Auf ihrer Pressekonferenz diese Woche erteilte die Chefin der Europäischen Zentralbank, Christine Lagarde, der Hoffnung der Sparer auf eine baldige Rückkehr besserer Konditionen eine Absage. Die Bundesbürger trifft der Tod des Guthaben-Zinses besonders. Denn nirgendwo in Europa wird so viel Geld gehortet – auf Sparbüchern, Tagesgeldkonten und unter der Matratze oder im Safe – wie in Deutschland. Zusammengerechnet waren es nach Angaben der Bundesbank zuletzt 2.858 Milliarden Euro, also fast 2,9 Billionen. Vergrößert wird der Kummer der ewigen Nullzinsen aufs Ersparte dadurch, dass immer mehr Kontoinhaber mit einem Verwahrentgelt oder „Negativzins“ konfrontiert sind. Mindestens 349 Institute berechnen Privatkunden inzwischen ein solches Verwahrentgelt. WELT erklärt, wie sie trotz Zinsflaute und Inflation ihr Geld sinnvoll anlegen können.


