Der Eingriff dauerte drei Stunden und verlief offenbar gut: Papst Franziskus ist am Darm operiert worden. Nun muss das Oberhaupt der katholischen Kirche noch für einige Zeit im Krankenhaus bleiben.
Papst Franziskus soll nach seiner Darmoperation noch eine Woche im Krankenhaus bleiben. Dieser Zeitraum gelte, sofern keine Komplikationen auftreten, teilte Vatikansprecher Matteo Bruni mit. Dem Oberhaupt der katholischen Kirche gehe es gut. Der Papst sei wach und atme selbstständig.
Franziskus war für den Eingriff in einem Krankenhaus in Rom aufgenommen worden. Laut Vatikansprecher Bruni dauerte die Operation am Abend etwa drei Stunden. Der 84-Jährige hatte sich am Sonntag nach dem traditionellen Angelus-Gebet vor Pilgern und Gläubigern im Vatikan für den geplanten Eingriff in die Poliklinik Agostino Gemelli begeben.
Den Informationen zufolge handelte es sich um einen Eingriff am Dickdarm. Die Ärzte entfernten ihn teilweise. Der 84-jährige Franziskus leidet nach Vatikan-Angaben an einer Verengung des Darms. Diese kann mit Schmerzen und Beschwerden in der Bauchgegend einhergehen.
Missglückter Immobiliendeal: Prozess im Vatikan
Schlagzeilen macht der Vatikan aktuell allerdings vor allem aufgrund eines verlustreichen Immobiliendeals in London, wegen dessen sich ein einflussreicher Kardinal und neun weitere Verdächtige vor Gericht verantworten müssen. Die Vorwürfe reichen von Amtsmissbrauch über Geldwäsche, Betrug und Unterschlagung bis hin zu Korruption. Unter den Angeklagten befindet sich auch der italienische Kardinal Angelo Becciu, der früher als enger Vertrauter von Papst Franziskus galt. Die Angeklagten sollen ab 27. Juli vor dem Tribunal des Heiligen Stuhls erscheinen.
Der 73-jährige Becciu musste im vergangenen September von seinem Posten im Vatikan zurücktreten. Franziskus hatte den Vorsitzenden der Abteilung für Seligsprechungen wegen des Verdachts entlassen, Geld aus Wohltätigkeitsfonds für Verwandte abgezweigt zu haben. Becciu werden in diesem Zusammenhang Veruntreuung, Machtmissbrauch und Zeugenbeeinflussung vorgeworfen.
lmd/dpa/Reuters





