Schon wieder ein Datenleck

500.000 Nutzerdaten von Zoom im Darknet verkauft

15.04.2020
Lesedauer: < 1 Minute
Der Videokonferenz-Dienst Zoom stand zuletzt schon in der Kritik, weil er zunächst Nutzerdaten an Facebook weitergab, später ein Datenleck beklagen musste, bei dem Nutzer unberechtigt Zugriff auf Unternehmensdaten anderer Firmen bekamen. Jetzt folgt der nächste Skandal bei dem Dienst, der derzeit in aller Munde ist Foto: Andre M. Chang / dpa

Kaum eine Firma hat von der Corona-Krise so profitiert und gleichzeitig so darunter gelitten wie Zoom. Der Anbieter von Videokonferenzen erlebte durch weltweite Quarantäne-Maßnahmen einen unvergleichlichen Boom – und durch die dadurch gewonnene Aufmerksamkeit auch jede Menge Ärger. Der jüngste davon: Mehr als 530 000 Sätze von Nutzerdaten wurden im Darknet zum Kauf angeboten.

Besonders ärgerlich: Die Datensätze schienen nicht nur echt, sondern auch komplett zu sein. Sie enthielten E-Mail-Adressen, Zugangsdaten, Passwörter, PINs und teils noch weitere Daten von über einer halben Million Kunden des Dienstes.

Die Daten wurden im Darknet zum Kauf angeboten, nachdem erste Datensätze von den Hackern schon als Beweis für die Qualität der Daten gratis herausgegeben wurden.

Immerhin: Dieser Daten-Skandal hat ein Happy End. Die Cyber-Sicherheits-Firma Cyble kaufte die Daten, hat inzwischen alle betroffenen Kunden per E-Mail informiert und aufgefordert, ihre Passwörter zu ändern.

Wie die Hacker an die Datensätze kamen, ist derzeit noch unklar. Was bleibt, ist aber das ungute Gefühl, dass Nutzerdaten bei Zoom nicht besonders gut aufgehoben sind. Experten raten daher dazu, sich nicht direkt bei Zoom anzumelden, sondern die Anmelde-Funktionen von Google oder Facebook zu nutzen, wenn man über den Dienst Videokonferenzen abhalten will.

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